Gamescom 2026: Tropico 7 & Rise of the Spellbaker in der Vorschau

Über Tropico 7 haben wir bereits im Vorjahr berichtet. Am grundlegenden Spielprinzip der beliebten Aufbau-Sim hat sich im Vergleich zur damaligen Version wenig verändert: Nach wie vor gestalten wir unsere eigene Bananenrepublik nach Herzenslust. Die Entwickler von Gaming Minds setzen diesmal jedoch auf Feinschliff - insbesondere bei den Themen Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Zudem wurden weitere Anpassungen bei der Optik betont. Tatsächlich ist die Darstellung detailliert. Wäre die Grafik nicht eher realistisch, könnte man auch von Wuselfaktor reden. Präsentiert wurden auch eher graduelle Anpassungen bei den Bedürfnissen, so reicht es zur vollumfänglichen Befriedigung etwa des Bedürfnisses nach Gesundheit nicht mehr aus, nur Krankenhäuser zu platzieren. Stattdessen gibt es Boni für Arztpraxen. Die eigene politische Ausrichtung lässt sich frei, aber nicht beliebig wählen. Spannend: Auch Edikte außerhalb der eigenen Grundausrichtung können in begrenztem Umfang durchgedrückt werden. Beispielsweise steht einer stilechten Ökodiktatur somit nichts im Weg. Tropico 7 soll am 28. Januar 2027 für PC und Konsolen erscheinen.

Mit Rise of the Spellbaker hat Kalypso einen weiteren Titel zur Gamescom 2026 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der Name verrät es schon: In diesem Spiel dreht sich viel ums Backen. Grundsätzlich kombiniert Rise of the Spellbaker Action-RPG-Elemente mit dem Ausbau des eigenen Dorfes. In Echtzeit-Kämpfen sammelt man Ressourcen für die eigene Siedlung und für Upgrades. Der klassische RPG-Anteil ist dabei recht stark zurückgefahren: Die Charakterprogression erfolgt primär über stärker werdende Zaubersprüche, die nach Backwaren benannt sind, auch genauso aussehen und tatsächlich gebacken werden müssen. Rise of the Spellbaker nimmt das Szenario der backenden Hexe durchaus ernst - so werden sogar neue Helfer (Biscies) gebacken und ein magischer Sauerteig namens Hermann spielt eine zentrale Rolle.
Auch wenn Rise of the Spellbaker auf den ersten Blick und nicht zuletzt durch das Szenario wie ein Spiel für Jugendliche wirkt, soll die Zielgruppe keineswegs darauf beschränkt sein. Der Entwickler spricht immerhin von einer Spielzeit von bis zu 40 Stunden. Ein echter Game-Changer aus meiner Sicht: Der Titel lässt sich komplett im Koop-Modus spielen - und zwar auch lokal im Splitscreen. Die beiden Spielenden müssen sich dabei nicht einmal im selben Areal aufhalten. Während eine Person etwa den Dorfausbau vorantreibt oder das eigene Haus dekoriert, kann die andere Monster und Bosse bekämpfen, um eine rätselhafte Seuche auszurotten und mehr über diese zu erfahren. Besonders im Coop könnte sich die schlanke, auf Zaubersprüche fokussierte Charakterentwicklung als Vorteil erweisen - vor allem dann, wenn zwei Personen mit unterschiedlich viel Gaming-Erfahrung zusammen spielen und dabei nicht das ganze Abenteuer zusammen erleben können oder wollen. Rise of the Spellbaker soll 2027 erscheinen. Technisch macht der Titel bereits einen soliden Eindruck. Optik und Setting sind natürlich Geschmackssache - aber definitiv mal etwas anderes.



Quelle(n)
Eigene, Kalypso Media










