Wir haben bereits über den Genki Manta und damit einen sehr gut ausgestatteten Controller berichtet, welcher aktuell noch im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne sozusagen vorbestellt werden kann - ich gehe von einem tendenziell eher geringeren, finanziellen Risiko für Unterstützer aus. Derzeit müssen Unterstützer umgerechnet rund 190 Euro bezahlen. Der Genki Manta war und ist noch auf der Gamescom (Halle 10.1, Stand A037) zu sehen. Dabei dürfte es sich auf längere Sicht durchaus um die einzige Möglichkeit handeln, den Controller vor dem Kauf auszuprobieren – zumindest in Deutschland. Auf der Pax West und der Tokyo Game Show wird der Controller ebenfalls zu sehen sein. Der Genki Manta befindet sich dabei noch in der Entwicklung, war aber beim ersten Anfassen im Prinzip komplett nutzbar. Zudem soll die Auslieferung erst im Februar erfolgen. Damit hat Human Things noch einige Zeit für Optimierungen.
Der Genki Manta wirkt auf Fotos relativ bullig, passt aber gut in die Hände, die allgemeine Ergonomie passt. Genutzt wird moderne Technik, konkret TMR-Joysticks mit einfach und durch Drehung im Widerstand regulierbaren Joysticks, verkürzbaren Triggern und Aktionstasten, die nicht nur zwei Zustände kennen, sondern analog abgefragt werden. Damit ist die präzise Steuerung von Gas- und Bremse in Rennspielen zumindest denkbar. Geworben wird mit einem besonders präzisen, und auch konfigurierbaren Feedback mithilfe von Maglev-Linearmotoren - das wirkte beim Ausprobieren überzeugend. Der Controller selbst ist nicht komplett modular, der Akku soll sich gleichwohl wechseln lassen, da Vorder- und Rückseite nicht mit Kabelverbindungen, sondern mit Steckern verbunden werden. Der Controller lässt sich laut Hersteller einfach aufschrauben.
Echte Erfahrungen in verschiedenen Titeln konnte ich auf der Messe leider nicht sammeln, allerdings war doch ein sehr ausführlicher Blick auf das Display und das MantaOS-Betriebssystem möglich. Das Betriebssystem wird von einem Raspberry Pi RP2350 beschleunigt. Die Möglichkeiten sind sehr groß: So ist die komplette Konfiguration mit dem Display möglich. Damit muss kein zusätzliches Programm auf dem PC installiert werden. Die Makroprogrammierung ist ebenfalls vorgesehen, dabei wird sogar Prerecording-unterstützt: Ein wenig wie bei einer Dashcam lassen sich gerade ausgeführte Tastenkombinationen dann nachträglich noch aufzeichnen. Einstellungen lassen sich in acht Profilen ablegen. Insgesamt macht das Betriebssystem schon jetzt einen sehr guten Eindruck, sogar kleine Spieletitel lassen sich direkt auf dem Controller ausführen. Sollte sich um MantaOS ein Ökosystem bilden, könnte das potenziell einen erheblichen Mehrwert darstellen. Denkbar und nicht komplett unrealistisch ist laut Human Things etwa die Möglichkeit zur Steuerung von Streaming-Software und OBS Studie und auch die Integration eines IR-Senders zur Steuerung von TV-Geräten. Die Kompatibilität ist nicht nur zum PC, sondern auch zur Nintendo Switch und Switch 2 gegeben.
Quelle(n)
Eigene, Kickstarter















