Personen, die schon einmal mit einem Ultraleichtflugzeug geflogen sind, wurden hoffentlich auf das Gesamtrettungssystem hingewiesen: Zieht der Pilot oder der Passagier an einer Reißleine, wird eine Rakete mit Fallschirm abgeschossen, welche das Flugzeug zum Boden bringt - Verletzungen sind dabei ebenso zu erwarten wie massive Schäden am Flugzeug, bei korrekter Funktion aber eben keine Todesfälle. Der Hersteller Garmin bietet für verschiedene Flugzeuge ein System an, welches ebenfalls Leben retten kann - und das Flugzeug sogar intakt lässt.
Garmin Autoland hatte nun offenbar seine echte Feuertaufe. Konkret ist am 20. Dezember 2025 die Notlandung eines King Air 200-Flugzeug gelungen. Dabei handelt es sich um ein kleines Flugzeug für wenige Passagiere - üblicherweise befindet sich nur ein Pilot an Bord. Bei dem Vorfall war der Pilot offenbar nicht bewusstlos, die Nutzung von Garmin Autoland hat dabei wohl eine bewusste Entscheidung des Piloten dargestellt - allerdings nach einem Druckverlust.
Dabei handelt es sich bei Garmin Autoland nicht nur um ein System zur automatisierten Landung, stattdessen soll dieses automatisch die Handlungsunfähigkeit des Piloten erkennen, kann aber auch von einem Passagier aktiviert werden. Dabei hat das System auch mit der Flugsicherung kommuniziert und die prognostizierte Landezeit und Entfernung zum Flughafen angegeben - die Flugsicherung kann damit alle potenziell betroffenen Piloten informieren, sich von diesem Flugzeug fernzuhalten, die Landebahn freihalten und Rettungskräfte am Boden herbeirufen. Zudem werden die Passagiere an Bord informiert. Garmin-Angaben zufolge findet das System auch erst einmal den besten Flughafen, etwa in Abhängigkeit von der Länge der Landebahnen und der verbleibenden Tankfüllung und steuert das Flugzeug zu diesem.











