Garmin: Massives Wachstum im Bereich Fitness-(Smartwatches)

Als Aktiengesellschaft ist die Garmin Ltd. zur periodischen Vorlage und Veröffentlichung von Geschäftszahlen verpflichtet - und so hat Garmin wenig überraschend die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Wir wollen an dieser Stelle zwei Vorbemerkungen voranschicken: Quartalszahlen lassen sich auch unabhängig von möglicherweise halbseidenen Tricks durch Maßnahmen der Preis- und Produktpolitik und der Kommunikationspolitik steuern. Solche Quartalsverschiebungen lassen sich beim Vorliegen der Jahreszahlen dann eher aufdecken. Zudem werden auch wir in diesem Artikel zum Großteil auf den Vorjahresvergleich rekurrieren, was üblich ist. Allerdings ist ein Erfolg eines Unternehmens nicht unbedingt nur der eigenen Tätigkeit, sondern auch möglicherweise geänderten Marktbedingungen geschuldet.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte Garmin im am 28. März 2026 abgelaufenen, ersten Quartal einen Umsatz von 1,753 statt 1,535 Milliarden Dollar verbuchen. Das operative Einkommen wird mit 432 statt 333 Dollar angegeben, die entsprechende Marge stieg von 21,7 auf 24,6 Prozent. Dieses operative Einkommen ist als aussagekräftiger als der Bruttogewinn zu bewerten, weil das operative Einkommen auch die nicht direkt der Herstellung zuzuordnenden, aber nicht vermeidbaren Kosten etwa für Vertrieb und Verwaltung berücksichtigt.
Für die einzelnen strategischen Geschäftsfelder ergeben sich dabei durchaus signifikante Unterschiede: Der Fitness-Bereich konnte beim Umsatz um stolze 42 Prozent zulegen, der Outdoor-Bereich verlor hingegen 5 Prozent. An dieser Stelle ist sehr wichtig zu betonen: Garmin teilt seine Geschäfte nicht strikt etwa in Smartwatches und Fahrradcomputer ein, sondern vereinfacht gesagt nach dem typischen Einsatzzweck. So wird die Instinct 3-Smartwatch (bei Amazon erhältlich) im Outdoor-Bereich erfasst, die Forerunner-Modelle hingegen im Fitness-Bereich. Wachsen konnten auch die Bereiche Luftfahrt, Wassersport (beziehungsweise Marine) mit 18 und 11 Prozent. Im Bereich Auto OEM ergab sich ein sehr schmales Wachstum von nur einem Prozent.
Quelle(n)
Garmin, Foto von Maël BALLAND auf Unsplash










