Garmin hat über X ein Werbevideo speziell zur auch hierzulande erhältlichen Garmin Forerunner 570 gepostet, mit welchem sich der Hersteller aber auch auf die Forerunner 970 bezieht. Dass der Hersteller damit einen Shitstorm generiert hat, wäre maßlos übertrieben, auch wenn es allem Anschein nach mindestens eine Person gibt, die einen solchen wahrscheinlich gerne gesehen hätte. Was bleibt, ist eher eine Posse über Marketing und deren Realitätsbezug. In dem Video ist zu sehen, wie eine Sportlerin auf einer Bahn läuft und mit der Uhr ein Telefonat annimmt. Dies ist auch mit der Forerunner 570 und Forerunner 970 möglich, da beide Smartwatches Mikrofon und Lautsprecher mitbringen. Nicht integriert ist hingegen ein Mobilfunkmodem. Dementsprechend muss die Uhr die Verbindung zu einem Smartphone über Bluetooth halten, die Uhren fungieren dann als Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Garmin weist in dem Video in kleiner Schrift darauf hin, dass diese Funktion nur nutzbar ist, wenn eine Verbindung zu einem Smartphone besteht.
In fast schon forensischer Kleinarbeit weist the5krunner darauf hin, dass das gezeigte Szenario unrealistisch sei. Bei einer zum Teil dann doch schon framegenauen Auswertung des Videos werde nämlich klar, dass die Sportlerin eher kein Smartphone bei sich tragen dürfte. Es ist wahrscheinlich davon auszugehen - auch wenn zur Stunde noch keine Daten zur optischen Triangulation des Videomaterials vorliegen - dass die Sportlerin sich weiter von ihrem abgelegtem Smartphone entfernt, als mithilfe von Bluetooth überbrückt werden kann. Eine neue LTE-Smartwatch von Garmin lässt sich so damit auch nicht über Bande bestätigen. Beispielsweise die Forerunner 945 LTE ist noch in Deutschland erhältlich, eine breite Verfügbarkeit ist aber nicht mehr gegeben.











