Garmin gewinnt Smartwatch-Marktanteile, während weltweite Wearable-Auslieferungen um 2 % sinken

Die weltweiten Wearable-Auslieferungen sind im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 2 % gesunken, wie aus vorläufigen Daten des Marktforschungsunternehmens Omdia hervorgeht. Innerhalb dieses insgesamt rückläufigen Marktes stieg Garmins Anteil am Smartwatch-Segment von 11 % im Vorjahr auf 15 %.
Den Daten von Omdia zufolge teilt sich der Wearable-Markt zunehmend in zwei wachsende Kategorien auf: funktionsreiche Sportuhren und Fitness-Tracker ohne Display. Einfache und mittelpreisige Smartwatches verlieren dagegen an Boden. Omdia-Forschungsdirektor Jason Low erklärt, dass Smartwatches im Einstiegs- und Mittelklassebereich zunehmend ins Hintertreffen geraten, weil sich Verbraucher stärker zu den beiden Enden des Marktes orientieren.
Apple bleibt nach Marktanteil der größte Smartwatch-Hersteller, doch der Anteil des Unternehmens sank im Jahresvergleich von 48 auf 46 %. Samsungs Smartwatch-Anteil fiel von 17 auf 15 %, womit das Unternehmen nun gleichauf mit Garmin liegt. Auch Samsungs Anteil am Markt für Wearable-Bänder ging zurück – von 9 auf 6 % – und entspricht damit ebenfalls dem von Garmin.
Garmins Zugewinne stammen vor allem aus dem Premiumsegment, in dem Verbraucher laut Omdia zunehmend bereit sind, mehr für Geräte mit detaillierten Trainingsdaten und umfangreichen Analysen zu bezahlen. Einen Tracker ohne Display hatte Garmin im betrachteten Quartal noch nicht in ausreichend großem Umfang auf den Markt gebracht, um die Zahlen spürbar zu beeinflussen.
Tracker ohne Display machten im Quartal mehr als 15 % der Auslieferungen einfacher Fitness-Bänder aus, obwohl diese übergeordnete Produktkategorie im Jahresvergleich um 9 % schrumpfte. WHOOP und Googles Fitbit Air machten in diesem Zeitraum einen bedeutenden Anteil der ausgelieferten Geräte ohne Display aus.
Garmin brachte sein eigenes Gerät ohne Display, das CIRQA, erst im Juli und damit nach dem von Omdia erfassten Quartal auf den Markt. Aufgrund dieses Zeitpunkts sind die CIRQA-Verkäufe noch nicht in den Zahlen für das zweite Quartal enthalten. Garmins tatsächliche Marktposition könnte daher in kommenden Quartalen höher ausfallen, sobald das Gerät in die Statistik einfließt.











