Gemini Notebook: Deine 50 Fragen pro Tag enden am Mittwoch

Wer Gemini Notebook ohne Abo nutzt, kennt seine Zahlen. Google listet sie im Hilfebereich bis heute auf, nämlich 100 Notizbücher, 50 Quellen je Notizbuch, 500.000 Wörter je Quelle sowie 50 Chat-Anfragen und drei Audio-Generierungen am Tag. Diese festen Zahlen verschwinden am 2. September und werden durch ein Rechenbudget ersetzt, das sich alle fünf Stunden auffüllt.
Was dieses Budget frisst, hängt von mehreren Dingen gleichzeitig ab. Google nennt die Komplexität deiner Anfrage, das verwendete Modell, die Länge des Chats, die Zahl der Quellen im Notizbuch und die Funktionen, die du einsetzt. Eine kurze Rückfrage kostet also wenig. Eine Video-Übersicht über dreißig Quellen kostet viel. Wie viel genau, sagt Google nicht.
Absolute Zahlen fehlen in der Ankündigung vollständig. Der Hilfebereich nennt nur Verhältnisse gegenüber einem Standardwert, den Google nirgends beziffert. Google AI Plus bekommt das Doppelte, AI Pro das Vierfache, AI Ultra je nach Abo das Fünf- oder Zwanzigfache des Pro-Kontingents.
Das Wochenlimit steht nur im Hilfebereich
Googles Ankündigung vom vergangenen Freitag beschreibt die Umstellung als mehr Kontrolle und erwähnt die Auffüllung alle fünf Stunden. Ein zweites Limit lässt sie weg. Im Hilfeartikel zu den Nutzungslimits steht, dass sich das Kontingent alle fünf Stunden erneuert, bis du dein Wochenlimit erreichst. Wie hoch dieses Wochenlimit liegt, erfährst du erst, wenn du dagegen läufst.
Ein zweiter Satz aus dem Hilfebereich der Gemini-Apps ist ebenfalls einen Blick wert, denn dort behält sich Google vor, Limits ohne Vorankündigung zu ändern, auch wegen Kapazitätsengpässen. Passiert das, werden Nutzer ohne Abo laut derselben Seite zuerst gedrosselt.
Die Gemini-App hat den Wechsel schon hinter sich
Diesen Schritt kennt Google aus dem eigenen Chatbot. Die Gemini-App selbst stellte bereits am 17. Mai auf dasselbe Modell um, mit derselben Formulierung im Hilfebereich. Vier Tage später berichtete 9to5Google von deutlichem Ärger in der Nutzerschaft, weil viele ihr Kontingent schneller aufbrauchten als zuvor. Elf Tage nach dem Wechsel zog Google am 28. Mai nach und passte die Grenzen an. Notebook durchläuft jetzt dieselbe Runde.
Praktisch ändert sich für dich vor allem, dass du deinen Verbrauch im Blick behalten musst. Unter Einstellungen und Usage siehst du dein verbleibendes Kontingent und die nächste Auffüllung. Im Chat blendet Notebook eine Warnung ein, bevor es eng wird, im Studio zeigt ein Balken die erwarteten Kosten einer Generierung an. Reicht es nicht mehr, kannst du eine Ausgabe per Generate later auf später schieben, allerdings nur im Browser. In der App fehlt die Funktion.
Wer Gemini Notebook regelmäßig für größere Recherchen nutzt, sollte in den nächsten Tagen ein Auge auf die Anzeige haben. Die alten Zahlen stehen heute noch im Hilfebereich. Morgen sind sie Geschichte.





