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GoPro warnt vor möglicher Insolvenz

GoPro spricht nach fallendem Aktienkurs aktiv mit seinen Kreditpartnern
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GoPro spricht nach fallendem Aktienkurs aktiv mit seinen Kreditpartnern
GoPro hat eine formelle Warnung zur Unternehmensfortführung eingereicht, das Unternehmen hat erhebliche Zweifel an seiner Fähigkeit offengelegt, den Betrieb fortzusetzen. Die von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gestützte Mitteilung könnte Kreditverstöße auslösen, während das Unternehmen Gespräche mit seinen Kreditgebern führt.

GoPro, einst der größte Name im Markt für Action-Kameras, kämpft inzwischen um sein finanzielles Überleben. Das Unternehmen hat in am Montag, dem 1. Juni, veröffentlichten neu eingereichten Finanzunterlagen erhebliche Zweifel daran offengelegt, als fortgeführtes Unternehmen bestehen zu können. Die Aktie ist daraufhin im vorbörslichen Handel um 8 Prozent gefallen.

Die Warnung, die in den Unterlagen jedes Unternehmens ein ernstes Signal wäre, ist im geänderten Geschäftsbericht 2025 von GoPro und im Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 enthalten gewesen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hat ihrem Prüfungsurteil separat eine erläuternde Formulierung zur Unternehmensfortführung hinzugefügt, die ausdrücklich auf die Schwere der Lage eingeht. GoPro hat darauf hingewiesen, dass die Umstände hinter der Offenlegung klarer geworden sind, nachdem das Unternehmen seinen Geschäftsbericht ursprünglich am 12. März 2026 eingereicht hatte.

Konzernbilanz von GoPro, die den Einbruch der Barmittel zeigt

Auch die Zahlen zeichnen ein düsteres Bild. GoPro hat 2025 einen Umsatz von 651,5 Millionen US-Dollar erzielt, fast 19 Prozent weniger als die 801,5 Millionen US-Dollar im Vorjahr, und dennoch einen Verlust von 83,3 Millionen US-Dollar verbucht. Die Barmittel des Unternehmens haben sich innerhalb eines Jahres fast halbiert und sind von 102,8 Millionen US-Dollar auf nur noch 49,7 Millionen US-Dollar gesunken, während sich die kumulierten Gesamtverluste inzwischen auf 775,1 Millionen US-Dollar belaufen. Ein Teil der Schuld entfällt auf die MAX2, GoPros 360-Grad-Kamera, die im September 2025 mit Problemen und Verzögerung auf den Markt gekommen ist. Das Unternehmen hat im Laufe des Jahres außerdem gegen eigene Kreditbedingungen verstoßen, ein Warnsignal, das rückblickend genau die Lage vorweggenommen hat, in der sich GoPro nun befindet.

Das Unternehmen verfügt derzeit über Finanzierungen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar durch Vereinbarungen mit Farallon Capital Management und der Wells Fargo Bank sowie über eine separate Wandelschuldverschreibung über 50 Millionen US-Dollar, die im Februar 2026 mit YA II PN vereinbart worden ist. Die Lage wird dadurch noch komplizierter. GoPros Kreditverträge enthalten Klauseln, die eine solche Warnung als Zahlungsausfall werten, ähnlich wie einen Vertragsbruch. Da die Kredite miteinander verknüpft sind, könnte ein Zahlungsausfall rechtlich auch weitere gleichzeitig auslösen, wodurch die gesamte Finanzierung auf einmal gefährdet sein könnte.

GoPro gibt an, aktiv Gespräche mit seinen Kreditpartnern zu führen, um die gesamte Situation zu klären. Für eine Marke, die den Markt für Action-Kameras für Verbraucher im Grunde erfunden hat und bei Sportlern sowie Content Creators zu einer kulturellen Ikone geworden ist, ist die Mitteilung kein gutes Zeichen. GoPro hat bislang keine Restrukturierungspläne angekündigt.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > GoPro warnt vor möglicher Insolvenz
Autor: Anubhav Sharma,  2.06.2026 (Update:  2.06.2026)