Google Nano Banana 2.1: Besseres Bildmodell zum halben Preis

Erst im Februar hat Google mit Nano Banana 2 sein Bildmodell neu aufgestellt, jetzt folgt bereits das nächste Update. Nano Banana 2.1 basiert auf Gemini 3.6 Flash und soll laut Google seine Vorgänger auf ganzer Linie schlagen, vor allem beim visuellen Design, bei der Bearbeitung einzelner Bildbereiche und bei der Konsistenz von Personen und Objekten über mehrere Bearbeitungsschritte hinweg. Google verteilt das Modell schrittweise in die Gemini-App, den KI-Modus der Google-Suche, Google Ads sowie in Entwicklerwerkzeuge wie AI Studio, Flow und Stitch.
Wie groß der Sprung ist, lässt sich vorerst nur an Googles eigenen Zahlen ablesen. In Vergleichstests mit menschlichen Bewertern kommt Nano Banana 2.1 mit aktiviertem Thinking bei der Gesamtpräferenz auf 1.050 Elo-Punkte, Nano Banana 2 auf 990 und das teurere Nano Banana Pro auf 935. Besonders groß ist der Abstand bei Infografiken: Bei der Faktentreue erreicht das neue Modell einen Wert von 0,521, Nano Banana 2 nur 0,179. Unabhängige Tests gibt es noch nicht.
Markieren statt neu generieren
Im Alltag dürfte die maskenbasierte Bearbeitung am meisten bringen: Man markiert einen Bildbereich, und nur dieser wird verändert – eine Funktion, die sich bereits im März in der Gemini-App angedeutet hatte. Zudem verarbeitet Nano Banana 2.1 bis zu 14 Referenzbilder auf einmal, darunter bis zu vier Personen und zehn Objekte, deren Aussehen erhalten bleiben soll. Die Ausgabe reicht bis 4K, das Seitenverhältnis bis 8:1. Bei Bedarf schlägt das Modell vorab in der Google-Suche nach, bevor es reale Dinge zeichnet.
Billiger pro Bild, teurer bei der Eingabe
Für Entwickler halbiert Google den Preis pro Bild ungefähr: Ein Bild in 1K-Auflösung kostet über die Gemini-API rund 3,4 US-Cent statt 6,7 Cent, ein 4K-Bild rund 7,6 statt 15,1 Cent. Batch-Aufträge sind noch einmal um die Hälfte günstiger. Ganz so einfach ist die Rechnung aber nicht, denn die Eingabe wird teurer: Für Text-, Bild- und Video-Eingaben verlangt Google 1,50 US-Dollar pro Million Token statt 0,50 US-Dollar. Wer mit vielen Referenzbildern arbeitet, spart also weniger, als die halbierten Bildpreise vermuten lassen.
Braucht es da noch Nano Banana Pro? Für viele Aufgaben wohl nicht mehr, zumindest wenn Googles Zahlen der Praxis standhalten. Perfekt ist aber auch das neue Modell nicht, wie Google in der Model Card selbst einräumt: Kleiner Text bleibt in 1K-Auflösung oft unscharf, Personen sehen nicht immer exakt aus wie auf den Vorlagen, und links und rechts geraten gelegentlich durcheinander. Nano Banana 2.1 ist damit kein Sprung wie einst die erste Version, sondern ein solides Update – dessen stärkstes Argument der Preis ist.




