Arbeitslaptops haben den Ruf, verlässlich, aber nicht grade aufregend zu sein. Auf dem Mobile World Congress 2026 hat Lenovo zwei neue Business-Laptops vorgestellt, die diese Ansicht in Frage stellen und mit einem Funktionsumfang aufwarten, der diese Laptops zu einer interessanten Wahl für viele potenzielle Kunden macht: Das Lenovo ThinkPad T14 Gen 7 und das ThinkPad T16 Gen 5. Wir hatten auf der Messe die Möglichkeit, beide Geräte einem Hands-On zu unterziehen.
Bahnbrechend: Die ersten Mainstream-LPCAMM2-Notebooks kommen von Lenovo
Arbeitsspeicher ist in diesen Tagen ein heißes Thema, und zwar aus den falschen Gründen - nämlich wegen der hohen Preise. Mit der neuen T-Serie hat Lenovo hier eine Innovation gewagt, denn das Lenovo ThinkPad T14 Gen 7 und das ThinkPad T16 Gen 5 verwenden den LPCAMM2-Standard. Dieser neue Speichertyp ersetzt das herkömmliche SO-DIMM-Format und ermöglicht die Verwendung des effizienteren LPDDR5X-RAM, das zudem viel schneller ist.
LPCAMM2 ist im Moment auch teurer, aber es gibt einen Grund, warum Lenovo sich dafür entschieden hat: Nur mit dieser Art von RAM ist es möglich, die Intel Panther Lake X7 CPUs mit aufrüstbarem RAM anzubieten, da diese CPUs schnellen LP-Speicher benötigen. Damit sind das T14 Gen 7 und das T16 Gen 5 die einzigen Laptops auf dem Markt, die gleichzeitig über die schnellen ARC-GPUs mit 12 Xe3-Einheiten und vom Benutzer austauschbarem RAM verfügen. Die Panther Lake CPUs werden im neuen T14 und T16 mit 30 W TDP laufen, was eine höhere Basis-TDP ist, als ältere Modelle der T-Serie bieten konnten.
Bisher war die einzige andere Notebook-Serie mit LPCAMM2 die ThinkPad P1 / T1g Serie (erhältlich bei Amazon) Serie, eine sehr teure Workstation-Serie - das T14 G7 und das T16 G5 sind also die ersten Mainstream-Notebooks mit dieser Technologie. Für Benutzer, die die traditionelle SO-DIMM-Option bevorzugen, ist diese auch weiterhin verfügbar: Wenn man die Lenovo ThinkPad Laptops mit der AMD Ryzen AI 400 Option kauft, verfügen diese stattdessen über zwei SO-DIMM Steckplätze.
Reparierbarkeit: Der große Schwerpunkt der neuen T-Serie
Lenovo hätte den LP-RAM auch verlöten können, hat sich aber für den LPCAMM2 entschieden, weil das die modulare, reparierbare Lösung ist. Generall legt Lenovo bei der neuen T-Serie noch mehr Wert auf diese Faktoren, denn nicht nur der Arbeitsspeicher ist modular. Sobald die untere Abdeckung entfernt ist, kann der Akku durch Drücken von zwei kleinen Tabs herausgenommen werden, ganz ohne Werkzeug.
Außerdem sind die USB-C-Ports, die auch zum Laden dienen, jetzt modular und vom Benutzer austauschbar. Lenovo ist sogar so weit gegangen, den Lüfter vom Kühlkörper zu trennen, sodass der Benutzer den Lüfter reinigen kann, ohne dabei auch die Wärmeleitpaste erneuern zu müssen. Und Lenovo hat auch an einige nette Details gedacht: Sobald die letzte Schraube der Bodenabdeckung, die mittlere zwischen den Scharnieren, geöffnet ist, springt die Bodenabdeckung im mittleren Bereich von selbst auf - ohne, dass ein Spudger benötigt wird. Alles in allem ist es keine Überraschung, dass das T14 Gen 7 und das T16 Gen 5 bei iFixit die Note 10/10 für Reparierbarkeit erhalten.
Das Design: Blaue ThinkPads, neue Scharniere, Metalldeckel und ThinkPad-Tastatur erhalten eine fragwürdige Überarbeitung
Äußerlich und auf den ersten Blick unterscheidet sich die neue T-Serie nicht so sehr von ihren Vorgängern, aber es gibt viele kleine Änderungen: Der Bildschirmdeckel ist jetzt wieder flach, das Lenovo-Logo auf dem Deckel hat ein anderes Styling. Eine größere Designänderung: Das T14 Gen 7 und das T16 Gen 5 verwenden das breitere Bar-Hinge-Design. Dies ermöglicht kleinere Bildschirmränder, da die Wi-Fi-Antennen jetzt in das Scharnier statt in die Oberseite des Bildschirms eingelassen sind. Außerdem ermöglichen die neuen Scharniere ein einhändiges Öffnen.
Auch bei den Farben und Materialien geht Lenovo einen neuen Weg. Während das Lenovo ThinkPad T16 Gen 5 jetzt mit einem neuen Display-Deckel aus Aluminium ausgestattet ist, der sich in unserem Hands-On ziemlich robust anfühlte, ist das ThinkPad T14 Gen 7 optional in einem dunklen Blau erhältlich. Die neue Farbe ist dezenter als die alte graue Option. Laut Lenovo wurde die Farbe unter vielen anderen Möglichkeiten als die beliebteste von den Nutzern ausgewählt, wobei sie sich knapp gegen eine dunkelrote Option durchsetzte. Das dunkle Blau gefiel uns gut, aber das Material schien ziemlich anfällig für Fett zu sein - ein altes Problem bei ThinkPads.
Änderungen an der ThinkPad Tastatur sind bei langjährigen ThinkPad Benutzern nicht sehr beliebt, aber Lenovo hat die Tastatur erneut geändert. Diesmal bleiben das Tippgefühl und der Tastenhub unverändert, aber das Design der Tastatur wurde angepasst, mit einem zentrierten Druck und einer neuen Schriftart. Das ist die einzige Änderung, die wir etwas seltsam finden, denn an der alten Schriftart der ThinkPad-Tastatur gab es nichts auszusetzen - die neue scheint in Bezug auf die Benutzerführung sogar etwas schlechter zu sein, denn die Schrift ist kleiner, mit dünneren Linien und weniger gut lesbar. Leider scheint diese Änderung von Lenovo auf das gesamte Portfolio ausgeweitet zu werden.
Für weitere Informationen zu den Spezifikationen und dem Erscheinungsdatum der neuen ThinkPads der T-Serie haben wir unseren Artikel zur Ankündigung des T14 Gen 7 und T16 Gen 5.
Quelle(n)
Eigene
Lenovo









