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Hitzebeständig: Diese Drohne trotzt selbst härtesten Bedingungen und könnte Leben retten

Eine neue Drohne soll auch stark erhöhten Temperaturen trotzen (Bildquelle: FireDrone)
Eine neue Drohne soll auch stark erhöhten Temperaturen trotzen (Bildquelle: FireDrone)
Eine neue Drohne soll auch unter extremen Einsatzbedingungen nutzbar sein und damit sogar Menschenleben retten oder schützen können. Dabei werden für den Quadrocopter fortschrittliche Materialien genutzt, welche die Anfertigung von Live-Bildmaterial in wortwörtlich brenzligen Situationen erlauben.

Das Angebot an Drohnen für Privatkunden ist sehr umfangreich, allerdings ist die Technik inzwischen auch in kommerziellen Kontexten etabliert. Dabei stellen Drohnen durchaus eine Alternative zum Hubschrauber dar - und das nicht nur für die Anfertigung von Bildern, sondern etwa auch zur Lieferung von Waren. Einsatzkräfte nutzen Drohnen ebenfalls etwa zur Lagebeurteilung, wobei sich bestimmte Einschränkungen ergeben. Da im Regelfall viel Kunststoff zum Einsatz kommt, ist die thermische Widerstandsfähigkeit eingeschränkt. Die FireDrone ist eine speziell auf den Einsatz in besonders heißen Umgebungen optimierte Drohne. Angegeben wird eine maximale Umgebungstemperatur von 200 °C, direkt durch Feuer kann die FireDrone also nicht fliegen, allerdings durch sich schon sehr stark aufgeheizte Bereiche bei einem Brand. Derart hohen Temperaturen soll die Drohne für bis zu 10 Minuten standhalten können, wofür eine spezielle Isolation genutzt wird. Konkret kommt Aerogel zum Einsatz, welches praktisch eine Art Schaumstoff darstellt, der fast vollständig aus luftgefüllten Poren besteht und damit eine starke, thermische Isolation bietet. Das Aerogel wird dabei sozusagen um die eigentliche Drohne gegossen.

Die FireDrone entstammt einem Empa- und EPFL-Spin-Off und soll Einsatzkräften eine besonders schnelle Beurteilung der Lage ermöglichen. So ist es denkbar, bei einem größeren Brand auch in eine Halle oder einen Tunnel zu fliegen und auf Grundlage der Live-Bilder die Einsatzplanung entsprechend anzupassen. Dabei gibt es auch eine Wärmebildkamera, mit welcher sich besonders heiße Bereiche oder letztlich auch Personen identifizieren lassen dürften.

Mit der Drohne könnten sich eben hilfsbedürftige Personen schon orten lassen, ohne, dass sich Feuerwehrmänner schon für die Erkundung in Gefahr bringen müssen. Auch industrielle Anwendungen sind denkbar: Da die FireDrone hohen Temperaturen standhält, könnte die (visuelle) Inspektion von Industrieanlagen möglich sein, ohne dass entsprechende Maschinen oder Anlagen komplett heruntergefahren werden müssen. Bei der Drohne handelt es sich nicht nur um ein Konzept, stattdessen wurde das Modell schon mehrmals getestet. Zum Paket sollen perspektivisch auch eine Docking- und Ladestation, eine spezielle Fernbedienung und eine Software zur Analyse gehören. Wenig überraschend wurde etwa ein Preispunkt noch nicht öffentlich kommuniziert.

Ganz durchs Feuer kann die FireDrone nicht fliegen (Bildquelle: FireDrone)
Ganz durchs Feuer kann die FireDrone nicht fliegen (Bildquelle: FireDrone)

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Hitzebeständig: Diese Drohne trotzt selbst härtesten Bedingungen und könnte Leben retten
Autor: Silvio Werner, 28.01.2026 (Update: 28.01.2026)