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Idolcam: Diese Vlog/Travel-Cam ist eine Kampfansage an die Industrie

Die Idolcam: So geht kompaktes Filmen leichter und besser.
Die Idolcam: So geht kompaktes Filmen leichter und besser.
Austauschbare Linsen, ein integrierter 3-Achsen-Gimbal mit optionaler Erweiterung auf eine 4. Achse, MIC-Input, ansteckbare Aufheller und vieles mehr. All das in einer überaus kompakten Videocam. Da hat sich ein Entwickler echt mal Gedanken gemacht, wie man das Leben eines Vloggers oder reisefreudigen Videographen deutlich erleichtern kann.

Weder Actioncams a' la GoPro oder Yi noch kleine Kompaktkameras oder hochwertigere Mirrorless- und DSLR-Kameras sind ideal für Vlogger oder als Immer-Dabei-Travelcam geeignet. Die Platzhirschen der Industrie bringen zwar regelmäßig neue und oft deutlich teurerer Versionen ihrer bekannten Produkte auf den Markt, selten hat man dabei aber den Eindruck, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat, wie man die Grenzen der jeweiligen Gerätekategorien durchbrechen und wirklich sinnvolle Erweiterungen implementieren könnte.

Klein wie eine Actioncam, flexibel wie eine DSLR

Hier springt nun ein kleines US-amerikanisches Startup mit chinesischer Hilfe ein, die beiden Entrepreneurs James Zhen und Jason Lam haben sich zusammengetan um mit der Idolcam eine komplett neue Kategorie an Kameras zu definieren, die viele Features der oben erwähnten Klassiker miteinander kombiniert. Von den DSLRs hat man sich beispielsweise die austauschbaren Linsen abgeschaut, von den Actioncams das kleine, handliche Format. Kombiniert mit einem mittlerweile durchaus im Mainstream angekommenen 3-Achsen-Gimbal und jeder Menge Erweiterungen soll die Idolcam die perfekte Kamera für Reisende und Vlogger sein, die gute Bildqualität in kompakter Form benötigen.


Jede Menge sinnvolles Zubehör geplant

Wie durchdacht das System ist, zeigt sich an Details, beispielsweise dem vorhandenen Mikrofon-Eingang, der selbst bei sündteuren Kompakten oder Mirrorless-Kameras, die sich explizit an Vlogger richten, weggelassen wird. Das trotz 3-Achsen-Gimbal in der Vertikalen oft schwankende Video wird durch den optionalen 4.Achse-Griff weiter beruhigt, an diesem ist auch ein zusätzlicher Akkupack montierbar. Aufsteckbare LED-Lampen und ein um 180 Grad umklappbarer Touchscreen unterstützen den Selfie-Fan beziehungsweise Vlogger. Nicht ganz mit den neuesten Actioncams mithalten kann die Slow-Motion-Fähigkeit, bei 4K/30fps ist vorerst Schluss, ansonsten scheint der 12 Megapixel-IMX 117-Sensor der Idolcam aber mit den Vorgaben von GoPro und Yi mitzuhalten.

Bereits bestellbar, Lieferung im Oktober

Wie manch anderes modernes Gimbals unterstützt die Idolcam Motion-Timelapse-Aufnahmen, die über die künftige iOS- oder Android-App gesteuert werden. Am Idolcam-Youtube-Channel sind schon jede Menge Videos zu finden, die verglichen mit anderen Actioncams durchaus überzeugen, obwohl es sich noch um einen Prototypen handelt. Die Auslieferung des finalen Produkts, das übrigens auch via Kickstarter finanziert wurde, ist für Oktober geplant, schon jetzt kann man die Idolcam in 2 Paketen ab 400 US-Dollar vorbestellen, beim Import ist allerdings noch mit Steuern zu rechnen. Wie erfolgreich sich das Nischenprodukt gegen GoPro, Sony und Co. durchsetzen wird, bleibt abzuwarten - wir wünschen dem Team auf jeden Fall viel Erfolg auf der Reise!

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Autor: Alexander Fagot, 18.06.2018 (Update: 18.06.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.