Intel setzt weiter auf Raptor Lake Refresh: 700er-Plattform bleibt in Produktion

Intel hat Gamer und PC-Bauer beruhigt: Die Raptor-Lake-Refresh-Prozessoren, die Intels Core-CPUs der 14. Generation ausmachen, bleiben erhalten – zumindest für alle, die weiterhin auf sie setzen möchten. Das Unternehmen erklärt, dass Raptor Lake langfristig Teil der Strategie bleibt und Intel die Chips weiter produzieren wird, während gleichzeitig 700er-Mainboards und der LGA-1700-Sockel unterstützt werden. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Desktop-Prozessoren und passende Mainboards weiterhin leicht zugänglich und breit verfügbar bleiben.
Während Intel den Wechsel zu Arrow Lake vorantreibt, erkennt das Unternehmen gleichermaßen an, dass seine ältere Prozessorgeneration noch viel Potenzial hat – insbesondere angesichts der derzeit stark schwankenden Speicherpreise. Raptor-Lake-Refresh-CPUs unterstützen sowohl DDR5 als auch deutlich günstigeren DDR4-Speicher. Nutzer können je nach kompatiblem Mainboard zwischen beiden Optionen wählen, während Arrow Lake ausschließlich DDR5 unterstützt.
Intel: Raptor Lake bleibt – gemeinsam mit der LGA-1700-Plattform
In einem Interview mit Club386 erklärte Robert Hallock, Vice President und General Manager of Client Segment Technical Marketing bei Intel, warum das Unternehmen weiterhin stark auf Raptor Lake setzt.
Er sagt: „Raptor Lake ist ein wichtiger Teil unserer Strategie. Das möchte ich ganz klar betonen. Die Plattform ist wirklich sehr gut – selbst im Vergleich zu mehreren nachfolgenden Hardware-Generationen anderer Anbieter – und wird daher nicht verschwinden. Ich möchte deutlich machen, dass Raptor Lake weiterhin in großen Stückzahlen verfügbar sein wird.“
Intel setzt bei Raptor Lake auf DDR4 und DDR5, um steigende Speicherpreise abzufedern
Angesichts der aktuellen Schwankungen bei DRAM- und allgemeinen Speicherpreisen, die den Kauf von DDR5 erschweren, hat Intel zudem mit Mainboard-Herstellern zusammengearbeitet, um sowohl DDR4- als auch DDR5-Optionen zu unterstützen. Dieser Ansatz ermöglicht es Nutzern, vorerst auf günstigeren DDR4-Speicher zu setzen und später auf DDR5 umzusteigen, sobald sich die Preissituation entspannt. Hallock ergänzt:
„Man hat auch neue Mainboard-Ankündigungen gesehen, die sowohl DDR4 als auch DDR5 auf Raptor Lake unterstützen – gewissermaßen als Brücke zwischen zwei Welten. Das spiegelt unser Vertrauen und unsere Erwartungen wider.“
Dieser flexible Ansatz bietet Nutzern einen klaren Upgrade-Pfad für die Zukunft. Unternehmen wie ASRock produzieren bereits Mainboards wie das H610 Combo (mit 2x DDR4- und 4x DDR5-Slots), die insgesamt sechs Steckplätze für beide Speichertypen bieten. Der Trend setzt sich zunehmend durch und könnte 2026 zu weiteren vielseitigen Lösungen seitens der Mainboard-Hersteller führen.
Ein weiterer Vorteil: Raptor-Lake-Prozessoren liefern selbst mit günstigerem DDR4-Speicher eine solide Gaming-Leistung und können sich dabei sogar gegenüber älteren Konkurrenten behaupten – etwa gegenüber AMD-Ryzen-Chips auf Basis des AM4-Sockels.












