JBL Cove probegehört: Spannendes Multi-Room-System mit Atmos, Auracast und bald auch Flexconnect

Im Raum Frankfurt am Main hat JBL seine neue Cove-Multiroom-Lautsprecherserie vorgestellt. Drei Modelle sind es beim Start und mehr können kommen, wie JBL schon mal angedeutet hat. Den Anfang machen jedenfalls die Modelle M1, P1 und X1, die das Unternehmen auch alle demonstriert hat.
M1 ist dabei die kleinste Variante. Stromgebunden ist sie vor allem für Nebenräume oder beispielsweise als "Küchenradio" nutzbar. Die Box hat drei Hochtöner und einen Tieftöner.
Akkubasiert ist der P1 mit einer Ladeschale, die die Box über zwei Kontakte mit Strom versorgt. Die Akkulaufzeit liegt bei maximal 14 Stunden, natürlich in Abhängigkeit der Last. Drei Hochtöner strahlen im 90-Grad-Winkel zueinander ab. Dazu kommt einer, der den Ton nach oben schickt und ein Tieftöner. Das Modell ist auch nach IP56 gegen Spritzwasser geschützt, kann also durchaus mal in den Garten genommen werden.
Das größte Modell ist der M1. Hier kommt noch ein Tieftöner dazu.
Alle Modelle sollen sich einfach bedienen lassen und brauchen in der Regel kein Smartphone und es gibt auch keinen Accountzwang, wie JBL betont. Mit der sogenannten Momentstaste lässt sich eine Lieblingsfunktion programmieren. Ein Drücken löst als Beispiel Spotify Tap aus, einen Radiosender oder auch eine Playlist. Definierbar über die App pro Box.
Hält man die Taste länger gedrückt, schaltet sie sich mit einem anderen Lautsprecher zusammen. Wenn die zweite Box dazu geschaltet wird, kommt es dabei zu einem kurzen Aussetzer zwecks Pufferung der Musik. Das war auch hörbar, aber nicht sonderlich störend. Die Lautstärken lassen sich an den Geräten individuell steuern oder auch global und einzeln in der App.
Der große X1 und Klang im Allgemeinen
Klanglich am besten gefiel uns erwartungsgemäß der große X1-Lautsprecher. Wir haben uns für einen kurzen Test Rayes Click Clack Symphony angehört. Der Song fällt zwar noch unter populäre Musik, doch die Künstlerin hat ihn mit Hans Zimmer zusammen komponiert. Dementsprechend bombastisch ist der Song und merkt man recht schnell Unterschiede ohne zeitaufwendige Tests.
M1 und P1 sind definitiv nicht schlecht, aber man merkt ihnen einfach an, dass ihnen das Volumen für die Bildung des Klangs fehlt. Da hilft dann beispielsweise nicht, dass die P1 beispielsweise auffallend bassstark sind.
Die M1 machen sich mit ihrer Größe zudem ganz gut als Surround-Lautsprecher. In der recht neuen JBL One App lassen sich die Boxen entsprechend einer Gruppe zuordnen. Diese Gruppe verhält sich dann in der Wohnung wie ein Multiroom-Speaker während sie beim Filmabend wie eine Surroundanlage genutzt wird.
Auch die P1 lassen sich so einbinden. Dank eines nach oben gerichteten Treibers ist die Box damit auch für Dolby Atmos geeignet. An ein richtiges Heimkino-Setup kommt das Cove-System natürlich nicht heran. Wer aber eine JBL Bar der MK2-Serie hat (Vorgänger funktionieren nicht), kann tagsüber die P1 in der Wohnung verteilen und abends für den Filmabend als Surround-System konfigurieren.
Das geht mit den klangstarken X1 leider noch nicht. Auch diese Box hat einen Hochtöner, der nach oben abstrahlt, doch zum Marktstart wird diese Box noch keine MK2-Integration bieten. Das soll aber nachgeholt werden.
Auracast mit Einschränkungen, Flexconnect kommt später
Die Cove-Lautsprecher unterstützen auch Auracast. Man kann sich also mit seinen Kopfhörern oder Ohrstöpseln, aber auch Hörgeräten und irgendwann auch Implantaten, in die Cove-Lautsprecher einklinken. Freilich wird so auch ein Party-Mode unterstützt. Die Cove können Auracast empfangen und senden.
Das hat allerdings einige Beschränkungen. Denn die Lautsprecher können das nur im Bluetooth-Betrieb. Sie sind nur nachrangig für Auracast ausgelegt. Das ist schade, denn eigentlich wären die Boxen ideal, um eine Heimanlage auch gleich noch barrierefrei umzugestalten. Ein nicht so gut hörendes Familienmitglied könnte beim Kinoabend mit einem eigenen Kopfhörer mithören. Viele Menschen mit Hörschwierigkeiten haben nämlich gar kein Hörgerät.
Das Thema Dolby Atmos Flexconnect will JBL erst später anbieten. Die Lautsprecher können dann einfacher konfiguriert werden. Momentan ist das noch ein manueller Prozess inklusive Ausrichtung. Mit Flexconnect sollte es dann möglich sein, die Lautsprecher freier aufzustellen – der große Vorteil der Technik. Denn auch nicht ideale Wohnzimmer können dann mit Surround ausgestattet werden. Bisher ist vor allem TCL in dem Thema aktiv.
Die Cove-Serie soll noch im Oktober auf den Markt kommen. Die Preise liegen bei rund 230 Euro für den M1, 450 Euro für den portablen P1 und rund 500 Euro für den X1. Sie werden in weißer und schwarzer Farbe angeboten. Parallel wird passend zur Farbe auch eine Soundbar in Weiß angeboten.





Transparenz
Der Autor hat Informationen zu diesem Artikel im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers erhalten. Etwaige Reise- und Unterbringungskosten wurden vollständig oder teilweise vom Hersteller übernommen. Eine Einflussnahme des Herstellers auf die Berichterstattung gab es nicht. Es bestand keine Verpflichtung zur Veröffentlichung.
Quelle(n)
JBL






