Japanische Buddha Machine ersetzt Ambient-Musik durch 28 Tiergeräusche

Das japanische Projekt Anima hat eine neue Buddha Machine vorgestellt, die herkömmliche Ambient-Loops durch etwas völlig anderes ersetzt: Tiergeräusche beim Fressen, Schlafen, Atmen oder bei der Lautäußerung.
Das Gerät ist von elektronischen Abspielgeräten für buddhistische Gesänge inspiriert, die ursprünglich in Asien verbreitet waren, sowie von der legendären Buddha Machine, die das in Peking ansässige Elektronik-Duo Fm3 2005 auf den Markt brachte. Diese minimalistischen Geräte erfreuten sich bei experimentellen Musikern großer Beliebtheit, da sie einfache Klanglandschaften in Endlosschleife wiedergaben – ganz ohne die Komplexität herkömmlicher Musikausrüstung.
Anima verfolgt einen ungewöhnlicheren Ansatz. Die 28 enthaltenen Aufnahmen fangen alltägliche Tiergeräusche ein und wurden von Musikern, Fotografen und Künstlern beigesteuert, darunter der japanische Singer-Songwriter Tabito Nanao. Für das Mixing und Mastering zeichnet Kenta Funayama verantwortlich. Auch optisch hebt sich das Gerät deutlich ab: Sein Gehäuse ziert eine Illustration des japanischen Künstlers Isamu Gakiya, die ein imaginäres, von Tieren bewohntes Paradies zeigt. Damit ist Anima nicht nur ein Audioplayer, sondern zugleich ein eigenständiges Kunstobjekt.
Das Projekt verfolgt auch einen wohltätigen Zweck: Ein Teil der Einnahmen soll an Organisationen gehen, die sich für die Rettung und das Wohlergehen von Tieren einsetzen. Einen festen Spendenanteil haben die Veranstalter allerdings nicht genannt. Am 5. November startete eine Crowdfunding-Kampagne auf der japanischen Plattform Campfire. Der reguläre Verkauf über das Kaufhaus A&CM Department Store soll am 11. November beginnen. Der angekündigte Verkaufspreis beträgt 9.350 Yen (etwa 53 Euro).
Es handelt sich zweifellos um ein Nischenprodukt. Wer das Schnurren einer Katze jedoch entspannender findet als eine weitere algorithmisch generierte Meditations-Playlist, dürfte an dieser Idee durchaus Gefallen finden.












