Kamera-Branche erholt sich nach gravierendem Einbruch wegen Smartphones

Sony, Canon, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax, Fujiflm, Ricoh – die meisten großen Kamera-Hersteller kommen aus Japan. Doch diese für Japan einst so wichtige Industrie ist gravierend geschrumpft, seit Smartphones immer bessere Kameras bieten. Das japanische Wirtschaftsministerium METI hat nun neue Statistiken zur japanischen Kamera-Produktion veröffentlicht, welche die Auswirkungen von Smartphones verdeutlichen.
Demnach wurden im Jahr 2006, ein Jahr vor dem Launch des ersten Apple iPhone, alleine in Japan rund 37 Millionen Fotokameras und 12 Millionen Videokameras hergestellt. Im Jahr 2024 lag die Produktion insgesamt nur noch bei rund 2 Millionen Einheiten. Dass dedizierte Videokameras kaum noch in relevanten Stückzahlen produziert werden, liegt nicht zuletzt daran, dass immer mehr traditionell eher für Fotografie verwendete Systemkameras auch umfassende Video-Features bieten.

In den Jahren 2024 und 2025 ist die Produktion im Vergleich zum Vorjahr jeweils gestiegen – das erste Mal seit beinahe 20 Jahren, dass das Produktions-Volumen zwei aufeinander folgende Jahre erhöht werden konnte. Wie das unten eingebettete Diagramm zeigt, sind Spiegelreflexkameras praktisch ausgestorben. Spiegellose Systemkameras mit Wechselobjektiven sind über die vergangenen Jahre aber wesentlich beliebter geworden, und selbst der Markt für Kompaktkameras erholt sich seit 2023 wieder.
Das japanische Wirtschaftsministerium führt das Wachstum vor allem auf eine jüngere Generation an Kunden zurück, die eine bessere Foto- und Videoqualität für soziale Netzwerke möchten, als Smartphones bieten können. Derzeit sei der Kameramarkt stabil, es ist aber anzunehmen, dass die Branche nicht mehr annähernd die Höhen des frühen 21. Jahrhunderts erreichen wird.









