Fazit zum Ugreen NASync DXP2800 GT
Das Ugreen NASync DXP2800 GT überzeugt mit leistungsfähiger Hardware, einer hochwertigen Verarbeitung und einer für ein 2-Bay-NAS üppigen Ausstattung. Der AMD Ryzen Embedded R2514 bietet genügend Leistungsreserven für anspruchsvollere Aufgaben, während 10-GBit-LAN und zwei zusätzliche M.2-Steckplätze schnelle Datenübertragungen ermöglichen. Positiv fällt zudem die geringe Geräuschentwicklung auf. Der Stromverbrauch im Leerlauf könnte hingegen niedriger ausfallen.
Auch bei UGOS Pro hat Ugreen nachgebessert. Die Software ist übersichtlich, einfach zu bedienen und bietet inzwischen zusätzliche Funktionen wie die IP-Kamera-Überwachung. Dennoch bleibt gegenüber etablierten NAS-Systemen Nachholbedarf, etwa bei der weiterhin fehlenden Volume-Verschlüsselung.
Das DXP2800 GT eignet sich vor allem für ambitionierte Privatanwender, kleine Büros und Nutzer, die neben der klassischen Datenspeicherung auch Container, virtuelle Maschinen oder einen Medienserver betreiben möchten. Wer lediglich gelegentlich Dateien sichern möchte, findet günstigere und sparsamere Alternativen.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Der Ugreen NASync DXP2800 GT kann direkt im Ugreen-Online-Shop gekauft werden, ist aber auch bei Amazon erhältlich.
Inhaltsverzeichnis
- Fazit zum Ugreen NASync DXP2800 GT
- Spezifikationen: Ugreen NASync DXP2800 GT
- Ausstattung und Lieferumfang - DXP2800 GT kommt mit 10-GBit-LAN und LPDDR4
- Installation und Software - Fortschritte, aber immer noch viel Potenzial
- Leistung – DXP2800 GT mit Ryzen-Prozessor
- Leistungsaufnahme und Lautstärke - Ugreen NAS bleibt leise
Mit dem NASync DXP2800 GT bietet Ugreen ein kompaktes 2-Bay-NAS, das trotz seiner geringen Abmessungen mit einem AMD Ryzen Embedded R2514, 10-Gbit-LAN und zwei zusätzlichen M.2-Steckplätzen aufwartet. Damit richtet sich der Netzwerkspeicher an anspruchsvolle Privatanwender und kleine Büros.
Bereits im Test des Ugreen NASync DXP6800 Pro konnte uns die leistungsstarke Hardware überzeugen, während das Betriebssystem UGOS Pro noch einige Schwächen offenbarte. Inzwischen hat Ugreen bei der Software nachgebessert und neue Funktionen ergänzt. Ob das DXP2800 GT auch im Alltag überzeugen kann und welche Baustellen weiterhin bestehen, klären wir im Test.
Spezifikationen: Ugreen NASync DXP2800 GT
| Name | Ugreen NASync DXP 2800 GT |
| Prozessor | AMD Ryzen Embedded R2514, 4 Kerne, 8 Threads, bis zu 3,7 GHz |
| Speicher | 8 GB LPDDR4-3200 von Kimtigo (erweiterbar bis zu 64 GB), 64 GB eMMC (Systemlaufwerk) |
| Speicherkapazität | bis zu 80 TB (2 x SATA-Einschub und 2 x M2-SSD-Steckplatz) |
| RAIDs | JBOD / Basic / 0 / 1 |
| Netzwerkanbindung | 1 x 10 GBit/s-Ethernet (RJ45, Rückseite) |
| Front-Anschlüsse | 1 x USB 3.2 (Gen. 2, Typ-C), 1 x USB 3.2 (Gen. 2, Typ-A) |
| Anschlüsse Rückseite | HDMI (4k), USB 3.2 (Gen. 2, Typ-A), 2 x USB-A 2.0 |
| Betriebssystem | UGOS Pro 1.20.0.0142 |
| Abmessungen | 231,8 x 109,4 x 178,4 mm (L x B x H) |
| Gewicht | 2,55 kg (leer) |
| Netzteil | extern, 72 Watt |
| Lieferumfang | NAS, 2 x Festplatteneinschubschlüssel, 1 x Netzkabel, 1 x Netzteil, 2 x SSD-Silikon-Pads, 2 x U.2-SSD-Kühlkörper, 1 x Ethernet-Kabel (Cat. 7), 1 x HDMI-Kabel, Schrauben und Schraubendreher |
| Preis (UVP) | 510 Euro |
Ausstattung und Lieferumfang - DXP2800 GT kommt mit 10-GBit-LAN und LPDDR4
Das Ugreen NASync DXP2800 GT bietet zwei Einschübe für 3,5- beziehungsweise 2,5-Zoll-Laufwerke. Zusätzlich stehen zwei M.2-Steckplätze für NVMe-SSDs zur Verfügung, die sich sowohl als Cache als auch für eigene Speicherpools nutzen lassen. Als Prozessor kommt ein AMD Ryzen Embedded R2514 mit vier Kernen und acht Threads zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 64 GB erweitern.
Für die Netzwerkanbindung steht ein 10-GBit-LAN-Anschluss bereit. Darüber hinaus offeriert das kompakte NAS USB-Anschlüsse für externe Datenträger und Zubehör sowie einen HDMI-Ausgang. Damit ist die Ausstattung für ein Gerät mit nur zwei Laufwerkseinschüben durchaus umfangreich.
Zum Lieferumfang gehören neben dem NAS das externe Netzteil samt Stromkabel, ein Netzwerkkabel, ein HDMI-Kabel sowie Montagematerial für die Laufwerke und eine Kurzanleitung. Festplatten oder SSDs müssen separat erworben werden.
Installation und Software - Fortschritte, aber immer noch viel Potenzial
Die Inbetriebnahme des Ugreen NASync DXP2800 GT gestaltet sich unkompliziert. Nach dem Einsetzen der Festplatten und dem Anschluss an das Netzwerk lässt sich das NAS über den Browser oder die Ugreen-NAS-App finden und einrichten. Ein Assistent führt durch die grundlegende Konfiguration, die Vergabe eines Administratorkontos und die Initialisierung des Speichers. Anschließend können Speicherpools und freigegebene Ordner angelegt werden. Auch weniger erfahrene Anwender sollten sich hier schnell zurechtfinden.
Als Betriebssystem kommt Ugreens hauseigenes UGOS Pro zum Einsatz. Die übersichtlich gestaltete Oberfläche erinnert mit ihrem Desktop-Konzept an die Systeme etablierter NAS-Hersteller. Anwendungen lassen sich über einen App-Store installieren, wichtige Funktionen wie Dateiverwaltung, Benutzerrechte, Backups und die Verwaltung von Speicherpools sind bereits integriert.
Seit unserem Test des NASync DXP6800 Pro hat Ugreen den Funktionsumfang weiter ausgebaut. Neu hinzugekommen ist unter anderem die App „Überwachung“, mit der sich IP-Kameras einbinden und deren Aufnahmen auf dem NAS speichern lassen. Damit schließt Ugreen eine weitere Lücke gegenüber Synology und QNAP. Auch die Verschlüsselungsmöglichkeiten wurden erweitert: Einzelne Verzeichnisse lassen sich inzwischen verschlüsseln, eine vollständige Verschlüsselung von Laufwerken oder Volumes ist dagegen weiterhin nicht möglich.
Für die Fotoverwaltung steht eine eigene Anwendung bereit, die unter anderem eine automatische Bilderkennung bietet. Weitere Apps ermöglichen die Medienwiedergabe, Datensicherung und Synchronisierung. Auch Docker-Container und virtuelle Maschinen werden unterstützt, wodurch sich der Funktionsumfang erheblich erweitern lässt.
Trotz der Fortschritte kann UGOS Pro hinsichtlich der verfügbaren Anwendungen und einiger Verwaltungsfunktionen noch nicht vollständig mit den etablierten NAS-Betriebssystemen mithalten. Positiv fallen hingegen die einfache Bedienung und die kontinuierliche Weiterentwicklung auf.
Leistung – DXP2800 GT mit Ryzen-Prozessor

Im Ugreen NASync DXP2800 GT arbeitet ein AMD Ryzen Embedded R2514 mit vier Kernen und acht Threads. Damit bietet das kompakte NAS ausreichend Leistungsreserven für klassische Aufgaben wie Dateifreigaben, Backups und die Medienverwaltung. Auch für den parallelen Betrieb mehrerer Anwendungen, Docker-Container oder leichter virtueller Maschinen ist der Prozessor grundsätzlich gut gerüstet.
Ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist der 10-GBit-LAN-Anschluss. Dieser ermöglicht theoretische Übertragungsraten von bis zu 1,25 GB/s und bietet damit deutlich mehr Bandbreite als die bei kompakten NAS-Systemen häufig anzutreffenden 2,5-Gbit-Anschlüsse. In der Praxis hängt die erreichbare Geschwindigkeit allerdings stark von den eingesetzten Laufwerken und der Netzwerkinfrastruktur ab. Zwei herkömmliche Festplatten können die verfügbare Netzwerkbandbreite selbst im RAID 0 kaum ausreizen. Erst mit schnellen NVMe-SSDs lässt sich das Potenzial der Schnittstelle besser ausschöpfen.
Die Kombination aus Ryzen-Prozessor, 10-GBit-Netzwerk und zusätzlichen M.2-Steckplätzen macht das DXP2800 GT zu einem vielseitigen Netzwerkspeicher. Für einfache Dateiablagen ist die Ausstattung fast schon überdimensioniert. Wer hingegen mehrere Dienste gleichzeitig betreiben oder große Datenmengen über das Netzwerk bewegen möchte, profitiert von den zusätzlichen Leistungsreserven.
Leistungsaufnahme und Lautstärke - Ugreen NAS bleibt leise
Das Ugreen NASync DXP2800 GT erweist sich im Alltag als angenehm leiser Netzwerkspeicher. Im Leerlauf messen wir aus einer Entfernung von 30 cm lediglich 29,11 dB(A). Auch unter Last bleibt die Geräuschentwicklung überschaubar. Bei gleichzeitiger Belastung von Prozessor und Festplatten liegt der Schalldruckpegel zeitweise bei nur 34 dB(A). Lediglich die Zugriffsgeräusche der Festplatten verursachen kurze Spitzen von bis zu 41 dB(A). Während des Startvorgangs dreht der Lüfter kurzzeitig mit voller Geschwindigkeit und erreicht dabei bis zu 47 dB(A). Im regulären Betrieb konnten wir diesen Wert jedoch nicht feststellen.
Bei der Leistungsaufnahme zeigt sich das kompakte NAS weniger sparsam. Mit zwei installierten WD-Red-Festplatten schwankt der Verbrauch im Leerlauf zwischen 14,84 und 20,14 Watt. Die Festplatten rotieren dabei, es finden jedoch keine aktiven Lese- oder Schreibzugriffe statt. Unter voller Auslastung der vier physischen Prozessorkerne steigt die Leistungsaufnahme auf 31,12 Watt. Werden alle acht Threads belastet, messen wir mit 31,15 Watt einen nahezu identischen Wert. Bei gleichzeitiger Volllast von CPU und Festplatten erreicht das DXP2800 GT maximal 35,9 Watt.
Das Ugreen NAS überzeugt somit mit seiner geringen Geräuschentwicklung. Der Energiebedarf im Leerlauf fällt dagegen angesichts der lediglich zwei Laufwerkseinschübe vergleichsweise hoch aus.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.





















