Ugreen NASync DXP2800 GT: Wie wichtig ist die fehlende Volume-Verschlüsselung?

Im Test überzeugt das Ugreen NASync DXP2800 GT mit einem leistungsfähigen AMD Ryzen, 10-GBit-LAN und umfangreichen Speichermöglichkeiten. Auch das Betriebssystem UGOS Pro hat Fortschritte gemacht. Eine Funktion fehlt allerdings weiterhin: die vollständige Verschlüsselung von Volumes.
Zwar lassen sich inzwischen einzelne Verzeichnisse verschlüsseln, doch der Unterschied ist nicht unerheblich. Eine Volume-Verschlüsselung schützt den gesamten Speicherbereich. Werden Festplatten ausgebaut oder das NAS gestohlen, bleiben die Daten ohne den passenden Schlüssel unlesbar. Voraussetzung ist, dass das Volume gesperrt ist und der Schlüssel nicht ebenfalls in fremde Hände gelangt.
Verschlüsselte Verzeichnisse als Alternative
Beim DXP2800 GT können Anwender sensible Dokumente, Fotos oder Backups gezielt in verschlüsselten Verzeichnissen ablegen. Für den privaten Einsatz dürfte das häufig genügen. Allerdings müssen Nutzer selbst darauf achten, dass vertrauliche Dateien nicht versehentlich außerhalb der geschützten Bereiche landen.
Zudem können Anwendungen Vorschaubilder, temporäre Dateien oder Datenbanken an anderen Orten speichern. Eine umfassende Volume-Verschlüsselung würde solche Risiken reduzieren, sofern die betreffenden Daten auf dem verschlüsselten Volume liegen.
Mehr Sicherheit, weniger Komfort?
Die Verschlüsselung ganzer Volumes hat auch Nachteile. Sie benötigt zusätzliche Rechenleistung, wenngleich moderne Prozessoren die Aufgabe meist effizient bewältigen. Zudem muss der Schlüssel sicher verwahrt werden. Geht er verloren, können auch die Daten unwiederbringlich verloren sein.
Für das DXP2800 GT (hier bei Amazon kaufen) bleibt die fehlende Volume-Verschlüsselung deshalb ein Kritikpunkt, aber kein Ausschlusskriterium. Wer das NAS vorwiegend als Medienserver oder privaten Netzwerkspeicher nutzt, dürfte mit der Verzeichnisverschlüsselung gut zurechtkommen. Für vertrauliche Geschäftsdaten wäre ein umfassender Schutz dagegen wünschenswert.
Ohnehin gilt: Auch eine Volume-Verschlüsselung schützt bei entsperrtem Speicher nicht vor Malware oder unberechtigten Netzwerkzugriffen. Regelmäßige Updates, sichere Zugriffsrechte und unabhängige Backups bleiben unverzichtbar.







