Leica M11 Verkäufe fallen weit hinter Leicas teuerste Kompaktkamera zurück

Leica veröffentlicht üblicherweise keine Verkaufszahlen. Beim Launch-Event der neuen Leica SL3-P hat Leicas Marketing-Chef Andrea Pacella Digital Camera World aber einen kleinen Einblick darin gewährt, wie beliebt die unterschiedlichen Kamera-Serien des deutschen Herstellers tatsächlich sind. Die bestverkaufte Kamera von Leica ist demnach weder eine Leica SL noch eine Leica M, und auch günstigere Modelle wie die Leica D-Lux 8 oder die Leica Sofort 2 können den Titel des Bestsellers nicht für sich beanspruchen.
Stattdessen ist die Leica Q3 (ab 6.250 Euro im Preisvergleich) die bestverkaufte Kamera von Leica. Dass sich ausgerechnet eine über 6.000 Euro teure Kompaktkamera so gut verkauft, und das in einer Welt, in der Kompaktkameras nach und nach an Bedeutung verlieren, hat laut Andrea Pacella selbst Leica nicht erwartet, bevor die erste Leica Q im Jahr 2015 auf den Markt gekommen ist. Leica führt den Erfolg unter anderem auf das 28 mm Objektiv zurück, da Smartphone-Fotografen diese Brennweite bereits gewohnt wären, was den Umstieg erleichtert hätte.
Auch das Design, das aus etwas Entfernung stark an eine Leica M erinnert, hätte zum Erfolg beigetragen. Insgesamt soll sich die Leica Q3 mehr als doppelt so gut verkaufen wie alle Leica M-Kameras zusammen. Dabei dürfte auch der Preis eine Rolle spielen. Während die Leica Q3 inklusive Objektiv 6.490 Euro kostet, veranschlagt Leica für die Kombination aus Leica M11 und 28 mm f/1.4 Summilux ganze 16.150 Euro. Mehr als zwei Drittel der Kunden sollen zur Q3 mit 28 mm Objektiv greifen, der Rest zur Q3 43 mm.
Quelle(n)
Leica, via Digital Camera World








