Leica enthüllt Vollformat-Kamera mit Autofokus bei 40 Fotos pro Sekunde und 8K Open-Gate-Video

Kunden mussten sich beim Leica SL-System bisher zwischen der Auflösung der Leica SL3 und der Geschwindigkeit der Leica SL3-S entscheiden. Mit der Leica SL3-P will Leica nun einen Allrounder bieten, der mit 44 statt 60 MP zwar nicht ganz die Auflösung der SL3 erreicht, die Leica SL3-P soll dafür aber wesentlich schneller sein.
Der Sensor ist auf fünf Achsen stabilisiert und unterstützt eine Lichtempfindlichkeit von ISO 50 bis 200.000. Leica bewirbt einen gravierend verbesserten Hybrid-Autofokus mit 819 Fokus-Punkten, der selbst im Serienbild-Modus mit 40 Fotos pro Sekunde kontinuierlich fokussieren kann. Für Hybrid-Fotografen bietet die Kamera zahlreiche Video-Modi, inklusive 8,1K Open-Gate-Aufnahmen mit 24 Bildern pro Sekunde, 5,8K Apple ProRes und 4K-Zeitlupen mit 120 fps.
Mehr als nur eine Lumix S1RII mit neuem Anstrich
Beim Design der SL3-P hält sich Leica ein wenig zurück, und verzichtet unter anderem auf das rote Leica-Logo. Das Gehäuse ist nach IP54 zertifiziert und somit gegen Wasserspritzer geschützt. Das Bedienkonzept entspricht der Leica SL3, und ist einer der wohl größten Unterschiede im Vergleich zu technisch ähnlichen Kameras wie der Panasonic Lumix S1RII (ca. 3.020 Euro auf Amazon).
Auf Nachfrage wollte Leica die Gerüchte, dass die SL3-P technisch auf der Lumix S1RII basiert, zwar nicht direkt dementieren, hat aber angedeutet, dass nicht nur die Haptik, sondern auch die Bildqualität der neuesten Kamera des SL-Systems besser ausfällt. Die Benutzeroberfläche trennt Foto und Video farblich klar ab, und dreht sich neuerdings mit, sodass die Kamera auch im Hochformat bequem über den Touchscreen bedient werden kann.
Die Leica SL3-P unterstützt Content Credentials, wodurch Fotografen einfacher nachweisen können sollen, dass es sich bei einem Bild um ein Foto statt ein AI-generiertes Bild handelt. Die Kamera kann über Wi-Fi 5 eine Verbindung zur Leica Fotos Smartphone-App aufbauen, und so ferngesteuert werden. Leica verbaut sowohl einen SD- als auch einen CFexpress-Karten-Slot. Die Kamera nutzt denselben BP-SCL6 Akku wie die Leica SL3, soll aber eine deutlich längere Laufzeit von 383 Fotos (CIPA-Standard) erreichen.
Preise und Verfügbarkeit
Die Leica SL3-P ist ab sofort für eine unverbindliche Preisempfehlung von 5.990 Euro erhältlich. Leica bietet ein Kit mit dem Vario-Elmarit-SL 28 – 70 mm f/2.8 ASPH. Objektiv für 6.990 Euro an. Ein Kit mit dem Vario-Elmarit-SL 24 – 70 mm f/2.8 ASPH. kostet 7.490 Euro, oder aber 9.790 Euro für ein Kit, das zusätzlich auch das Vario-Elmarit-SL 70 – 200 mm f/2.8 ASPH. enthält.
Quelle(n)
Leica
















