4GB DDR4 feiert Comeback: Hersteller veröffentlicht neue RAM-Riegel wegen hoher DDR5-Preise

Durch den anhaltenden KI-Boom, der die Nachfrage nach Arbeitsspeicher antreibt und die RAM-Preise stark steigen lässt, sind DDR4- und DDR5-Module für selbstgebaute PCs kaum noch zu vernünftigen Preisen erhältlich. Der polnische Speicherhersteller Goodram bringt nun günstigere Alternativen auf den Markt, allerdings auch mit kleineren Kapazitäten. 4GB-RAM-Riegel sind damit zurück, denn Goodram hat die Rival DDR4 Radiant-Serie gestartet, zu der auch Module mit 8GB, 16GB und 32GB gehören.
In den vergangenen Monaten sind neue DDR4-Module mit nur 4GB im Handel kaum noch zu finden gewesen. Goodram greift diese alte Kapazitätsklasse jetzt wieder auf, vor allem weil Verbraucher angesichts der hohen Kosten zunehmend sparsamer einkaufen. Gleichzeitig sind DDR5-Kits mit hoher Kapazität und selbst DDR4-Kits deutlich teurer geworden, einige 48GB und 64GB-Kits liegen inzwischen klar über 439 Euro.
Goodram beschreibt die neuen Rival DDR4 Radiant-RAM-Riegel als Arbeitsspeicher "für Gamer, die mehr aus ihrem PC herausholen und Hardware-Limitierungen beim Spielen, Streaming und alltäglichen Multitasking reduzieren möchten". Die DDR4 Radiant-Serie erreicht derzeit 3200 MT/s, bietet CL16- und CL18-Timings und arbeitet mit 1,2 oder 1,35 Volt.
Laut Goodrams Ankündigung sind einzelne DDR4-Module mit 4GB "seit vielen Jahren weit vom Mainstream-Markt für selbst gebaute PCs entfernt gewesen, doch dieses Modul mit geringer Kapazität rückt durch das schwere Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage infolge des Superzyklus bei Speicherhalbleitern wieder in den Blickpunkt".
Die Goodram-Module setzen auf tiefschwarze PCBs sowie wahlweise grüne oder rote Kühlkörper und werden mit lebenslanger Garantie angeboten. Zudem unterstützen die Module den Dual-Channel-Betrieb bei Kits mit Kapazitäten von bis zu 64GB.
Da die gestiegenen DDR5-Preise vielen Nutzern den Wechsel auf ein DDR5-System erschweren, positioniert sich Goodram als Alternative für Gamer und Anwender, die ihre vorhandenen DDR4-Systeme möglichst lange weiter nutzen möchten, zumindest bis sich die Speicherpreise stabilisieren und die Preise für PC-Komponenten und Hardware wieder sinken.
Offizielle Preise für die DDR4-Dual-Channel-Kits hat Goodram bislang nicht genannt. Erste europäische Händlerlistungen des baltischen Techniklieferanten AiO führen das Dual-Channel-Kit mit 64GB allerdings für 623 Euro, das Rival Radiant-Kit mit 32GB für 320 Euro, das Dual-Channel-Kit mit 16GB für 150 Euro und einen einzelnen DDR4-Riegel mit 8GB für 79 Euro.











