DRAM-Krise: Analysten erwarten 2028 drastische Preissenkung

Die DRAM-Krise hat seit vergangenem Oktober drastische Preiserhöhungen für Arbeitsspeicher, SSDs und sogar Festplatten verursacht. Beispielsweise kostet ein Crucial Pro 2 x 16 GB DDR5-6.000-Kit heute schon 399 Euro, statt der 99 Euro, die vergangenen Oktober für dasselbe Kit fällig wurden. Eine Samsung 990 Pro 2 TB SSD kostet mit 304 Euro immerhin knapp doppelt so viel wie im Vorjahr.
Der Grund dafür ist die extrem hohe Nachfrage nach DRAM und NAND durch AI-Giganten wie OpenAI, die ihre Server-Kapazitäten zunehmend erweitern. Analysten sind sich nicht einig, wie lange sich die DRAM-Krise hinziehen wird, da dies einerseits an der Erweiterung der Produktions-Kapazität, andererseits aber auch an der Entwicklung der Nachfrage durch AI-Konzerne liegt. Laut der neuesten Schätzung der Analysten von Bernstein könnte 2028 Besserung in Sicht sein, allerdings erst, nachdem die Preise im nächsten Jahr weiter gestiegen sind.
Der Preis pro Gb DRAM soll 2027 um 43,2 Prozent auf 2,23 US-Dollar steigen, 2028 dagegen um 52,9 Prozent auf 1,05 US-Dollar sinken. Damit sind die Preise im Jahr 2028 erwartungsgemäß noch doppelt so hoch wie vor der DRAM-Krise, aber immerhin ein Drittel niedriger als heute. Eine ähnliche Entwicklung wird bei SSDs erwartet. Während 1 GB NAND-Flash-Speicher heute durchschnittlich 0,30 US-Dollar kostet, soll der Preis im nächsten Jahr nur minimal auf 0,32 US-Dollar steigen, und schließlich im Jahr 2028 um beachtliche 68,8 Prozent auf 0,10 US-Dollar sinken – damit sollen die Preise 25 Prozent höher als vor der Krise bleiben.
Quelle(n)
Bernstein, via @jukan05 (X) | Andrey Matveev (Teaser-Bild)








