Wegen DDR5-RAM-Engpass: Intel setzt für günstigere PCs auf ältere Technik

Die anhaltende DRAM-Knappheit droht, die gesamte Tech-Branche massiv zu belasten. Kaum ein Bereich ist davon verschont geblieben. Das gilt auch für den DIY-Markt für Gaming-PCs, wo die extrem hohen Preise für DDR5-Arbeitsspeicher und SSDs einen halbwegs leistungsstarken Gaming-PC nur noch mit erheblichem Budget möglich machen. Nachdem AMD DDR4-kompatible Prozessoren wie den Ryzen 7 5800X3D wieder aufgelegt hat, scheint auch Intel angesichts der DDR5-Knappheit ältere CPU-Generationen stärker in den Fokus zu rücken.
Ein neuer Bericht aus China besagt nun, dass Intel die Produktion älterer CPU-Generationen wieder aufnimmt, die mit DDR4-Arbeitsspeicher kompatibel sind. Dazu sollen Prozessoren von der inzwischen sehr alten 10. Generation bis hin zu den Core-Chips der 14. Generation gehören. Dem Bericht zufolge will Intel das Angebot dieser älteren CPUs deutlich ausweiten, um Kunden mehr Auswahl zu bieten.
Der Schritt könnte für Verbraucher durchaus sinnvoll sein, ein Kauf einer CPU der 10. Generation dürfte sich aber selbst bei guter Verfügbarkeit und sehr niedrigen Preisen kaum empfehlen. Intels Prozessoren der 10. Generation sind bereits 2019 gestartet. Seitdem hat sich bei CPUs viel getan, moderne Einsteigerchips sind heute in vielen Fällen schneller als frühere High-End-Modelle.
Eine bessere Verfügbarkeit von Intel-Core-CPUs der 12., 13. und 14. Generation dürfte dagegen durchaus positiv sein. Diese Prozessoren sind weiterhin leistungsfähig, besonders die Modelle der 13. und 14. Generation. In Kombination mit schnellem DDR4-Arbeitsspeicher kann eine höherklassige CPU der 13. oder 14. Generation in Spielen und Produktivanwendungen noch immer eine solide Leistung erzielen.
Ideal ist diese Lösung zwar nicht. In einem schwierigen Markt, in dem Team Blue bereits die Preise einiger seiner besten CPU-Angebote erhöhen musste, dürfte dies aber zu den naheliegendsten Optionen für Intel gehören. Mit solchen Preiserhöhungen steht Intel nicht allein da, denn auch Unternehmen wie Microsoft, Valve und Apple mussten auf die Lage reagieren.

Quelle(n)
ITHome via @harukaze5719 on X, Teaser-Bild: Intel, Patrick Tomasso on Unsplash, bearbeitet





