Steam Machine getestet: Benchmark zeigt 20% Performance-Verlust wegen Single-Channel-RAM

Valve hat Käufer überrascht, weil der neue Mini-PC mit einem einzelnen 16GB-DDR5-RAM-Modul ausgeliefert wird. Damit ist eine Dual-Channel-Speicherkonfiguration ab Werk ausgeschlossen. Da zwei 8GB-Module offenbar nicht zu vertretbaren Kosten verfügbar gewesen sind, hat das Unternehmen erklärt, dass die Leistungseinbußen der Steam Machine gering ausfallen würden. Ein Benchmark von Gamers Nexus zeigt nun jedoch spürbare Unterschiede in Anwendungen und Spielen.
Leider ist es den Testern nicht gelungen, das System mit zwei 8GB-Modulen zu starten. Nach dem Einbau eines zweiten identischen 16GB-Moduls hat sich die Steam Machine dagegen wie erwartet verhalten. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sollten GPU- und CPU-lastige Tests nicht von der höheren RAM-Kapazität profitieren.
Produktivitäts- und Gaming-Tests
Das deutlichste Ergebnis hat der 7-Zip-Compression-Benchmark der Steam Machine geliefert. In dem CPU-lastigen Test hat die Dual-Channel-Speicherkonfiguration einen 19 Prozent höheren Wert erzielt als die Single-Channel-Alternative. Valve-Ingenieure hatten bereits eingeräumt, dass Workstation-Aufgaben stärker von dieser Entscheidung bei den Spezifikationen betroffen sein würden.
Wie sich gezeigt hat, leiden auch einige beliebte Steam-Spiele unter dem Kompromiss, den die hohen Speicherpreise offenbar erzwungen haben. Baldur’s Gate 3 ist das deutlichste Beispiel: In 1080p sind die durchschnittlichen Bildraten um rund 15 Prozent gesunken. The Outer Worlds 2 hat ein ähnliches Ergebnis gezeigt, dort ist die Leistung um 14,7 Prozent niedriger ausgefallen.
Andere Tests bestätigen, dass die zusätzliche Speicherbandbreite weniger bringt, wenn die Grafikkarte einen größeren Teil der Last trägt. Dennoch hat Baldur’s Gate 3 mit zwei DDR5-RAM-Modulen weiterhin 8,7 Prozent höhere Bildraten erreicht.
Enttäuschende Benchmarks
In vielen Spielen, darunter Black Myth Wukong und Starfield, ist die Leistung der Steam Machine weniger stark betroffen gewesen. Trotzdem ist Gamers Nexus zu dem Schluss gekommen, dass Valve seine CPU durch den Verzicht auf die Vorteile von Dual-Channel-Speicher "erheblich ausgebremst" habe.
Valve hat dem YouTube-Kanal mitgeteilt, dass künftig zwei 8GB-Module verwendet werden sollen, falls sich die Speicherpreise wieder normalisieren. Käufer sollen außerdem vor der Bestellung erfahren, wenn sich die Spezifikationen des Mini-PCs ändern. Nach Aussagen von Microns CEO könnte sich die Komponentenknappheit allerdings nicht vor 2030 entspannen.



















