Steam Machine: Fans feiern neues Reservierungssystem – doch eine Gruppe verliert

Neben einem zu hohen Preis war es eine der größten Sorgen der Fans, dass der Marktstart der Steam Machine genauso chaotisch verlaufen könnte wie beim Steam Deck (derzeit 600 Euro auf Amazon) oder Steam Controller. Erfreulicherweise hat Valve jedoch eine Lösung gefunden, um die verfügbaren Stückzahlen fair zu verteilen. Anstatt auf das „Wer zuerst kommt“-Prinzip setzt Valve diesmal auf ein Reservierungssystem mit zufälliger Auswahl – und den meistens Fans scheint das bislang gut zu gefallen.
Wer eine Steam Machine kaufen möchte, kann sich bis zum 25. Juni um 19 Uhr Zeit für die gewünschte Konfiguration eintragen. Anschließend wird die Liste randomisiert. Wer ausgewählt wird, erhält ab der Woche des 29. Juni eine E-Mail und hat danach 72 Stunden Zeit, den Kauf abzuschließen. Wer nicht direkt zum Zug kommt, landet auf einer Warteliste. Für die Anmeldung gibt es allerdings einige Voraussetzungen.
Der Steam-Account muss sich in einwandfreiem Zustand befinden und vor dem 27. April 2026 mindestens einen Kauf auf Steam getätigt haben. Außerdem gilt: nur eine Anmeldung pro Haushalt. Valve will dafür unter anderem Zahlungsdaten, Lieferadresse und weitere Informationen nutzen, um Mehrfacheinträge herauszufiltern. Wer sich für mehrere Modelle einträgt und theoretisch mehrfach ausgewählt würde, erhält nur eine Reservierung – offenbar für die hochwertigste gewonnene Variante.
Fans mögen das zufällige Reservierungssystem, aber Neukunden haben keine Chance
Bei bestehenden Steam-Nutzern kommt Valves neuer Ansatz sehr gut an. Fans sind beruhigt, dass sie diesmal nicht gegen Bots antreten oder sich mit überlasteten Servern herumschlagen müssen. Besonders viel Lob gibt es für Valves offenbar bewusstes Vorgehen gegen Scalper. Die Account-Anforderungen machen es für Wiederverkäufer deutlich schwieriger, große Mengen abzugreifen.
Ganz unumstritten ist das System aber nicht. Denn eine Gruppe wird klar benachteiligt: Neukunden. Wer die Steam Machine als Einstieg ins PC-Gaming nutzen wollte, könnte zunächst leer ausgehen. Wer bereits im Steam Okösystem verankert ist, besitzt wahrscheinlich schon einen Gaming-PC. Ob es im Hinblick auf die vergleichsweise geringe Leistung der Steam Machine eine gute Entscheidung seitens Valve war, ausgerechnet potentielle Neukunden auszuschließen, bleibt abzuwarten.









