Steam Machine überholt alle Spiele auf Valves Bestseller-Liste, hoher Preis hilft dem Mini-PC

Valves Gaming-Mini-PC ist auf ein gemischtes Echo gestoßen. Testberichte stellen infrage, ob der Preis der Steam Machine angesichts der wenig spektakulären Leistung zu hoch angesetzt ist. Ungeachtet dessen ist die Konsolenalternative auf Platz 1 der Bestseller-Liste des Herstellers eingestiegen. Der hohe Preis trägt dazu bei, dass das System alle anderen auf dem Marktplatz verkauften Spiele hinter sich lässt.
Eine Umsatzmaschine
Der SteamOS-Würfel liegt vor Free-to-Play-Titeln, die auf In-Game-Käufe setzen, darunter Marvel Rivals und Counter-Strike 2. Die Valve-Hardware profitiert davon, wie die Rangliste berechnet wird. Nicht verkaufte Einheiten oder Kopien entscheiden über die Platzierung, sondern der Gesamtumsatz.
Trotz einer Preiserhöhung liegt das Steam Deck auf Platz 5 und damit einen Rang höher als in der Vorwoche. Der Aufstieg zeigt, warum einige Investoren es positiv aufgenommen haben, dass Switch 2 und PS5 teurer geworden sind. Wenn die Kosten vertretbar bleiben und die Nachfrage hoch ist, können Hersteller während der Speicherknappheit höhere Gewinne erzielen.

Valve führt den höher als erwarteten Preis der Steam Machine auf dieselbe Knappheit bei Massenspeicher und RAM zurück. Offen bleibt, ob auch weniger technikaffine Käufer bereit sind, einen Aufpreis zu zahlen. Die Bestseller-Liste gibt kaum Aufschluss darüber, in wie vielen Wohnzimmern der Mini-PC tatsächlich landen wird. Dennoch gibt es einige positive Signale für das Unternehmen von Gabe Newell.
Wie knapp sind die Bestände?
Valve hat sich offenbar sicher genug gefühlt, ein Reservierungssystem einzuführen. Käufer wählen dabei die gewünschte Konfiguration und landen anschließend in einer Warteschlange. Erste Interessenten haben zuletzt E-Mail-Einladungen erhalten, um ihre Bestellung abzuschließen. Dass viele weiterhin warten, deutet entweder auf knappe Bestände oder auf eine hohe Nachfrage hin.
In asiatischen Ländern, in denen es kein vergleichbares Verfahren gibt, hat der Release der Steam Machine viele Interessenten enttäuscht. Der Mini-PC ist beim Valve-Partner Komodo Station nahezu sofort ausverkauft gewesen. Gleichzeitig verkaufen Scalper die Hardware zu deutlich überhöhten Preisen weiter.
Welchen Einfluss die durchwachsene Spieleleistung und die Testberichte langfristig auf die Verkaufszahlen haben werden, ist unklar. Selbst wenn Käufer zu günstigeren Alternativen greifen, dürfte die kompakte Konsole weiterhin regelmäßig in Valves Steam-Bestseller-Liste auftauchen.


















