YouTuber rüstet Valves Steam Machine zu $3.000-Kraftpaket mit 64 GB RAM und 4 TB SSD auf

Der bekannte YouTuber und Hardware-Tester ETA Prime hat erstmals die Steam Machine in die Hände bekommen und eine vollständige Demontage der kompakten 2-TB-Variante des 1.428-US-Dollar-Living-Room-PCs durchgeführt, der auf SteamOS basiert und mit einem Steam Controller ausgeliefert wird.
Anschließend rüstete er das System bis an seine Grenzen auf – mit einer 4-TB-Kingston-FURY-Renegade-NVMe-SSD (533 Euro bei Amazon) sowie 64 GB Crucial DDR5-5600-SODIMM-Arbeitsspeicher (669 Euro bei Amazon). Dabei dokumentierte er im Detail, wie gut die Steam Machine tatsächlich reparier- und wartbar ist. Insgesamt beliefen sich die Kosten für das Setup auf rund 3.247 US-Dollar.
In seinem Teardown-Video listete ETA Prime zunächst die Basisdaten der Steam Machine auf. Das System verfügt über 16 GB Arbeitsspeicher und 8 GB GDDR6-VRAM, wobei der VRAM nicht aufrüstbar ist. Dies ist wenig überraschend, da die Konsole auf einem AMD-RDNA-3-Navi-33-Chip mit 28 Compute Units basiert. Valve beschreibt die CPU-GPU-Kombination als „semi-custom“.
Um an die RAM-Slots zu gelangen, musste er zunächst das äußere Gehäuse entfernen. Dafür waren zwei T8-Schrauben auf der Rückseite sowie vier weitere Schrauben in den Gummifüßen der Steam Machine zu lösen. Anschließend ließ sich die Frontabdeckung mithilfe eines Gummispudgers abheben. Danach entfernte er mehrere Schrauben rund um den speziell für die Steam Machine entwickelten Lüfter, wodurch sich die kompakten Innereien aus dem Gehäuse herausziehen ließen.
Die größte Herausforderung bestand darin, dass das Mainboard zwischen einem großen Kupfer-Aluminium-Kühlkörper und dem Netzteil eingeklemmt war. Zudem mussten mehrere WLAN- und Antennenkabel gelöst sowie verschiedene I/O-Boards abgeschraubt werden, bevor sich Lüfter und Kühlkörper vom Netzteil trennen ließen. Ein Vorteil war jedoch, dass der Kühlkörper nicht direkt von der CPU entfernt werden musste, wodurch der Umgang mit Wärmeleitpaste entfiel.
Der Zugriff auf den Arbeitsspeicher war danach nur durch eine deutlich aufwendigere Demontage möglich, da dieser an der Unterseite des Mainboards in Richtung Netzteil sitzt. Er erklärte zudem: „Valve verwendet ein einzelnes 16-GB-DDR5-5600-Modul (CL47) in einem Slot, wodurch das System im Single-Channel-Modus läuft.“ Dennoch verfügt die Steam Machine über einen zweiten RAM-Slot für Dual-Channel-Unterstützung. ETA Prime installierte daraufhin zwei 32-GB-Crucial-DDR5-5600-SODIMM-Module, die er selbst als „überdimensioniert“ für das System bezeichnete.
Der Zugriff auf den Speicher war vergleichsweise einfach, da lediglich eine Abdeckung entfernt und die neue SSD in den M.2-Adapter eingesetzt werden musste. Laut ihm ist die SSD leicht austauschbar, und Valve habe im Gehäuse ausreichend Platz für eine vollständige 2280-M.2-SSD gelassen, was künftige Upgrades erleichtert. Um eine Neuinstallation von SteamOS zu vermeiden, klonte er sein ursprüngliches Laufwerk auf die neue 4-TB-Kingston-FURY-Renegade-SSD, die sequentielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 7.300 MB/s erreicht.
Nach dem Wiederzusammenbau erkannte das System korrekt 62 GB nutzbaren Arbeitsspeicher sowie die volle 4-TB-NVMe-SSD in den SteamOS-Einstellungen. Insgesamt investierte ETA Prime rund 3.247 US-Dollar inklusive der Steam Machine selbst in ein aufgerüstetes SteamOS-Living-Room-Gaming-Setup von Valve.















