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Analysten erwarten höhere Preise für PS6 und kommende Xbox‑Modelle im Vergleich zur Steam Machine

Die Logos von PlayStation und Xbox für Project Helix nebeneinander platziert
ⓘ Sony/Microsoft
Die Logos von PlayStation und Xbox für Project Helix nebeneinander platziert
Die nächste Konsolengeneration könnte die 1000‑Euro‑Marke vergleichsweise leicht überschreiten, da steigende Kosten für Chips, Speicher und Arbeitsspeicher zu deutlich höheren Materialausgaben führen und damit den Gesamtpreis spürbar nach oben treiben.

Valve hat Anfang dieser Woche endlich die Preise für seine lang erwartete Steam Machine bekannt gegeben. Der kompakte Wohnzimmer‑PC mit SteamOS kostet 1.039  Euro für das 512‑GB‑Basismodell und 1.359 Euro für die 2‑TB‑Variante. Im Bundle mit dem neuen Steam Controller liegt der Preis bei 1.428 Euro. Reservierungen sind ab sofort über ein Zufallsgesteuertes Wartesystem möglich, die ersten Bestätigungs‑E-Mails sollen am 29. Juni verschickt werden. Valve erklärte zudem, dass der ursprünglich angepeilte Preis von 650 Euro aufgrund gestiegener Speicher‑ und Datenspeicherkosten „nicht mehr realisierbar“ gewesen sei.

Aus Verbrauchersicht ist die Steam Machine damit rund doppelt so teuer wie viele gängige Wohnzimmerkonsolen. Branchenanalysten, die mit GamesIndustry.biz sprachen, zeigten sich dennoch erleichtert, dass der Preis nicht höher ausfiel als erwartet. Mat Piscatella von Circana kommentierte: „Angesichts der Umstände hatte ich mit einem höheren Preis gerechnet. Alles in allem erscheint mir dieser Preis durchaus angemessen.“

Auch Emmanuel Manu Rosier von Newzoo betonte, der Einstiegspreis von 1.039 Euro spiegele vor allem die aktuelle Marktsituation bei Komponenten wider und sei keine bewusste strategische Positionierung. Valve habe das 512‑GB‑Modell knapp über dem üblichen 999‑Euro‑Segment platziert.

In Kombination mit der öffentlichen Aussage, das ursprüngliche Preisziel sei „nicht mehr realisierbar“, deutet dies laut Experten eher auf eine Preisgestaltung mit minimaler Gewinnspanne hin als auf einen Marketingpreis. Aldora‑CEO Joost van Dreunen zeigte sich wenig überrascht, da er bereits Monate zuvor prognostiziert hatte, dass die Steam Machine rund 1.000 Euro kosten könnte.

Das Ende der Ära subventionierter Konsolen oder nur eine vorübergehende Schwächephase?

Einige Analysten bezeichneten den Preis als enttäuschend für Verbraucher. Gleichzeitig herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass es sich weniger um ein branchen- oder Valve‑spezifisches Problem handelt, sondern um eine marktweite Entwicklung, die durch stark steigende Kosten für DRAM‑ und NAND-Speicher zusätzlich verschärft wird. Die hohe Nachfrage aus dem KI‑Sektor setzt den Speichermarkt weiter unter Druck.

Zudem scheint Valve die Steam Machine nicht zu subventionieren, anders als Sony und Microsoft es bei Konsolenhardware gelegentlich tun. Der Listenpreis spiegelt daher die aktuelle Lage des Komponentenmarktes deutlich direkter wider.

Dieser Kostendruck zeigt sich auch bei den aktuellen Konsolen – wenn auch nicht immer in Form direkter Preiserhöhungen. Die Preise für PlayStation 5 und Xbox Series X variieren je nach Modell, Region, Händler und Bundle. Höhere Onlinepreise können Aufschläge oder Paketangebote widerspiegeln und müssen nicht zwingend auf Preisänderungen der Plattformbetreiber zurückgehen.

Nintendo hat unterdessen eine Preiserhöhung von 50 Euro für die Nintendo Switch 2 ab dem 1. September 2026 bestätigt. Das zeigt, dass auch diese Konsole – trotz deutlich schwächerer Hardware – nicht vor Speicherengpässen geschützt ist.

Die Aussichten für die nächste Konsolengeneration, darunter Sonys PlayStation 6 und Microsofts Xbox Project Helix, deuten auf höhere Preise hin als in früheren Hardwarezyklen. Analysten rechnen damit, dass kommende Geräte teurer werden, sofern die Komponentenkosten auf ihrem aktuellen Niveau bleiben. Van Dreunen warnte: „Bei diesem Tempo könnte die nächste Generation erst 2028 erscheinen, und selbst dann wird der Preis deutlich über 1.000 Euro liegen.“

Project Helix wird bereits als Gerät diskutiert, das möglicherweise neue Geschäftsmodelle oder zusätzliche Hardwarepartner benötigt, um überhaupt zu einem verbraucherfreundlichen Preis erscheinen zu können. Rosier geht dennoch davon aus, dass die Basismodelle der nächsten Generation weiterhin subventioniert und unter 999 Euro angeboten werden, um Early Adopters einen vergleichsweise günstigen Einstieg zu ermöglichen.

Harding‑Rolls betonte, dass Sony und Microsoft über die nötigen Beziehungen, Infrastrukturen und Lieferketten verfügen, um hohe Hardwarekosten durch Software‑ und Abonnementumsätze auszugleichen – etwas, das Valve möglicherweise schwerer fallen dürfte. Dennoch werden auch die beiden großen Konsolenhersteller dem Druck steigender Komponentenkosten nicht vollständig entkommen können.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > Analysten erwarten höhere Preise für PS6 und kommende Xbox‑Modelle im Vergleich zur Steam Machine
Autor: Rahim Amir Noorali, 24.06.2026 (Update: 24.06.2026)