Insider: Steam Machine hätte deutlich günstiger sein können

Der abschreckende Preis der Steam Machine hat einige Spieler zweifeln lassen, ob Valve den Start nicht verschieben sollte. Nun argumentiert ein Hardware-Insider, dass bei einem früheren Veröffentlichungstermin ein Zielpreis von 600 US-Dollar realistisch gewesen wäre. In einem aktuellen Podcast hat Moore’s Law Is Dead das Unternehmen für seinen Umgang mit der Speicherknappheit scharf kritisiert.
Moore’s Law Is Dead gilt als bekannte Quelle für Leaks und verfolgt unter anderem die Kostenentwicklung bei Komponenten. Seiner Einschätzung nach hätte Valve die Chance gehabt, Bauteile zu bevorraten, bevor sich die Krise verschärft hat. Die eigenen Ingenieure des Unternehmens haben eingeräumt, dass es keine festen langfristigen Verträge mit DRAM-Größen wie Micron gegeben hat. MLID weist jedoch darauf hin, dass einige KI-Unternehmen Händler wie Micro Center gestürmt haben, noch bevor die Speicherpreise ihren Höchststand erreicht haben.
Diese Strategie hätte keine unbegrenzte Stückzahl ermöglicht. Dennoch geht der YouTuber davon aus, dass Valve einen niedrigeren Preis für die Steam Machine hätte erreichen und im Dezember rund 5.000 Systeme hätte bereitstellen können. Auch wenn das keine Konkurrenz zu Konsolen wie der PS5 gewesen wäre, hätte ein "Beta-Soft-Launch" enttäuschende Testberichte vermeiden können.
MLID hat außerdem vorgeschlagen, dass Valve bei zunehmender Knappheit in unregelmäßigen Abständen eine teurere Collector's Edition hätte ausliefern können. Auch eine günstigere Barebone-Konfiguration ohne RAM und SSDs wäre eine Option gewesen. Mit Verbesserungen wie FSR 4.1, die eine höhere Leistung versprechen, könnte sich SteamOS im Wohnzimmer etablieren.
Zweifel an künftiger Valve-Hardware
Der Insider hat sich scharf zur Fähigkeit des PC-Marktes geäußert, Hardware hervorzubringen. Er vermutet, dass Valve geglaubt hat, gegen schlechte Presse immun zu sein. An der Spitze beginnend meint der Content-Creator, Gabe Newell "interessiert sich nicht mehr wirklich für Steam". Nach der Entlassung der Verantwortlichen sollte jemand mit Erfahrung bei Produkteinführungen eingestellt werden.
Da der Umsatz des Unternehmens weitgehend von Spieleverkäufen abhängt, ist Newells Firma nicht in Gefahr. Dennoch bezeichnet MLID die Entscheidung, drei Monate auf stabilere Speicherpreise zu warten, als schweren Fehler. Er befürchtet, dass Valve beim Steam Deck 2 dieselben Fehler wiederholen könnte. Nachdem Zweifel aufgekommen sind, ob Leistung und technische Daten der Steam Machine den Preis rechtfertigen, blicken Käufer auch dem kommenden Frame-VR-Headset mit Sorge entgegen.



















