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Valve ersetzt gestohlene Steam Machine, doch laxe Versandpraxis sorgt für Kritik

Dieb nimmt Steam-Machine-Paket vor einer Haustür ins Visier
ⓘ Valve, Canva AI
Dieb nimmt Steam-Machine-Paket vor einer Haustür ins Visier
Valves neues Gaming-System ist für Diebe und Scalper zu einem attraktiven Ziel geworden. Ein Käufer hat seine Steam Machine nach einer Zustellung durch Royal Mail durch Diebstahl verloren. Valve hat zwar einen Ersatz-Mini-PC verschickt, verlangt trotz des hohen Preises der Steam Machine jedoch keine Empfangsbestätigung per Unterschrift.

Ein Käufer aus Großbritannien ist in Panik geraten, nachdem er erfahren hatte, dass seine Steam Machine trotz erfolgter Zustellung verschwunden war. Angesichts des hohen Preises der Steam Machine ist die Reaktion nachvollziehbar. Valve hat sich schließlich bereit erklärt, ein Ersatzgerät zu schicken. Die Versandpraxis birgt jedoch ein vermeidbares Risiko für Paketdiebstähle.

Der Fall der verschwundenen Steam Machine

Reddit-Nutzer mdumtshali hat berichtet, dass seine Türklingel während seiner Arbeitszeit eine Benachrichtigung gesendet hat. Die Kamera hat einen Mitarbeiter von Royal Mail dabei aufgenommen, wie er das teure Paket vor dem Gebäude abgestellt hat. Anschließend ist die Sendung verschwunden, ohne dass die Kamera den mutmaßlichen Diebstahl aufgezeichnet hat.

Da Kriminalität in der Gegend ein Problem darstellt, ist der Käufer von einem Diebstahl ausgegangen und hat Valve kontaktiert. Das Unternehmen hat ihn gebeten, die Nachbarn zu dem Vorfall zu befragen, allerdings ohne Ergebnis. Trotz der geringen Lagerbestände hat Valve dem Versand eines Ersatzgeräts zugestimmt, anstatt den Kaufpreis der Steam Machine zu erstatten.

Dass Valve die Verantwortung übernommen hat, überrascht nicht. Nach dem britischen Consumer Rights Act von 2015 müssen Händler sicherstellen, dass Waren ihre Käufer erreichen. Solange kein sicherer Ablageort für den Zusteller festgelegt worden ist, müssen Empfänger den Verlust durch Diebstahl in der Regel nicht tragen.

Problematischer ist, dass Valve weder eine Zustellung gegen Unterschrift verlangt noch die Pakete als hochwertige Sendungen kennzeichnet. Bei entsprechenden Versandoptionen müssen Zusteller die Pakete persönlich übergeben und eine Unterschrift einholen. Ist niemand anwesend, wird ein neuer Zustellversuch vereinbart oder das Paket zur Abholung hinterlegt. Dadurch sinkt das Risiko, dass unbeaufsichtigte Sendungen gestohlen werden.

Ein weltweites Problem?

Mindestens ein Nutzer hat bestätigt, dass Valve diese Sicherheitsmaßnahme bei seiner Bestellung eingesetzt hat. Ein UPS-Fahrer aus den USA berichtet jedoch, mehrere Steam Machines ohne erforderliche Unterschrift zugestellt zu haben. Auch andere Antworten auf Reddit legen nahe, sicherzustellen, dass zum Lieferzeitpunkt jemand zu Hause ist.

Bei Hardware genießt Valve einen guten Ruf für seinen Kundenservice. Das Unternehmen reagiert zügig auf defekte Steam-Deck-Handhelds und bietet eine unkomplizierte RMA-Abwicklung. Da Valve bei der Bestellabwicklung jedoch häufig auf Drittanbieter zurückgreift, gehört die Logistik nicht immer zu den Stärken des Unternehmens.

Auch die Haftung bei gestohlenen Paketen ist in manchen Ländern weniger eindeutig geregelt. Angesichts des hohen Preises der Steam Machine wären Vorsichtsmaßnahmen wie eine Zustellung gegen Unterschrift angemessen.

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Autor: Adam Corsetti, 20.07.2026 (Update: 20.07.2026)