Steam Machine: „Unscientific Testing Guy“ zieht Fazit nach über 60 Spielen

Reddit-Nutzer u/arex333, der in den vergangenen Tagen mehrere „unwissenschaftliche Tests“ zur Steam Machine und dem Steam Controller auf Reddit veröffentlicht hat, zieht nun sein Fazit zu Valves Wohnzimmer-PC – nach 9 Tagen und über 60 Spielen. Unter Reddit-Usern kommt der Testbericht gut an. Die Top-Kommentatoren im Thread schreiben „Toller Post“ oder „Dieser Post war ein besserer Erfahrungsbericht als die meisten YouTube-Videos, die ich bisher gesehen habe.“
Laut dem „Unscientific Testing Guy“ liefert die Steam Machine ein rundes Wohnzimmer-Erlebnis und konnte im Hinblick auf die Performance sogar überraschen. Ganz so unkompliziert wie eine klassische Konsole ist das Gerät aber noch nicht.
SteamOS überzeugt, Leistung überrascht
Am meisten Lob bekommt SteamOS. Die Oberfläche fühle sich simpel und konsolenartig an, biete über Gaming- und Desktop-Modus aber trotzdem die Freiheiten eines PCs. Selbst seine wenig technikaffine Frau komme damit problemlos zurecht, so der „Unscientific Testing Guy“. Das dürfte auch diejenigen freuen, die über einen Mini-PC mit SteamOS als Alternative zur Steam Machine nachdenken.
Auch mit der Leistung zeigt sich u/arex333 zufrieden. Resident Evil 4 Remake fühle sich trotz niedrigerer Auflösung und Grafikeinstellungen keineswegs wie eine abgespeckte Version an. Bei normalem Sitzabstand seien Unterschiede zu 1440p, 1620p oder 1800p kaum sichtbar. Der Reddit-Nutzer bezeichnet 4K sogar als „überbewertet“. Von mehr als 60 getesteten Spielen hätten lediglich Borderlands 4 und Star Wars Jedi: Survivor selbst nach umfangreichem Feintuning keine zufriedenstellende Performance geliefert.
Zudem ist die Steam Machine ausgesprochen kompakt, praktisch nicht zu hören und im Menü spürbar flotter als das Steam Deck, so der Reddit-Nutzer. Spiele liefen zudem problemlos von einer schnellen SD-Karte, ohne dass deutlich längere Ladezeiten aufgefallen seien. Auch im Hinblick auf die Spielekompatibilität gibt es kaum Anlass zur Kritik. Abgesehen von einigen Multiplayer-Titeln mit nicht unterstütztem Anti-Cheat – darunter Marathon, Apex Legends und Call of Duty – habe er kein Spiel gefunden, das grundsätzlich nicht lief. Auch nahezu sämtliche Controller, Kopfhörer, Tastaturen, Mäuse und Speichergeräte ließen sich problemlos verwenden. Auch für den Steam Controller findet u/arex333 viele lobende Worte.
Unbrauchbare Presets und Drittanbieter-Launcher stören das Konsolengefühl
Neben vielen positiven Aspekten weist der „Unscientific Testing Guy“ auch auf einige Schwächen der Steam Machine hin – insbesondere auf die Grafik-Presets, die häufig unpassend gewählt seien und teils umfangreiche Nachjustierungen erfordern. Manche älteren Spiele starteten mit kuriosen Auflösungen, während anspruchsvolle Titel mit den Standard-Presets teilweise nur rund 20 FPS erreichten, so der Reddit-Nutzer. Doch nicht nur die automatischen Grafikeinstellungen, sondern auch Drittanbieter-Launcher, wie sie etwa bei Star Wars Jedi: Survivor oder Assassin’s Creed Valhalla benötigt werden, störten das Konsolengefühl. Zusätzliche Logins und schlecht bedienbare Fenster erinnerten Nutzer unweigerlich daran, dass unter der Oberfläche weiterhin ein PC steckt.
Community stimmt größtenteils zu
Reddit-Nutzer loben den Post als hilfreichen Erfahrungsbericht abseits reiner Benchmarks und stimmen den Erkenntnissen überwiegend zu. Lediglich bei der Einschätzung zur Auflösung gehen die Meinungen auseinander. Für viele macht 4K in aktuellen AAA-Spielen durchaus einen sichtbaren Unterschied. Allerdings räumen auch sie ein, dass die Steam Machine grafisch anspruchsvolle Titel meist mit 1800p oder 1440p statt nativem 4K darstellt.



















