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Gaming als Sucht: Spielzeit ist nicht das Problem bei Jugendlichen

Computer- und Videospiele: Forscher liefern überraschende Fakten zur Bildschirmzeit und Spielsucht.
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Computer- und Videospiele: Forscher liefern überraschende Fakten zur Bildschirmzeit und Spielsucht.
Videospiele und Teenager: Eine neue Untersuchung der österreichischen Privatuni KL Krems liefert überraschende Fakten zur Bildschirmzeit. Nicht stundenlanges Zocken schädigt die Kognition, sondern das versteckte Suchtverhalten. Alle Daten zu Shooter-Spielen, Strategietiteln und den fatalen Folgen einer Internet-Gaming-Störung im Überblick.

Die Diskussion um Videospiele bei Jugendlichen wird oft von pauschaler Panikmache dominiert. Jetzt bringt eine groß angelegte Untersuchung der Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems harte Fakten in die Debatte. Die österreichischen Forscher analysierten das Spielverhalten von 3.854 Teenagern im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Das zentrale Ergebnis der Studie ist eindeutig: Die reine Spielzeit vor dem Bildschirm ist nicht der Auslöser für kognitive Defizite. Entscheidend für die mentale Entwicklung ist vielmehr, ob das Gaming kontrolliert abläuft oder Züge einer handfesten Internet-Gaming-Störung annimmt.

Statt die reine Bildschirmzeit zu verteufeln, rückt die wissenschaftliche Auswertung das dysregulierte Gaming in den Fokus. Wenn Jugendliche die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren, ein extrem starkes Verlangen nach Videospielen entwickeln oder trotz negativer Konsequenzen in der Schule weiterzocken, sprechen Experten von einer Gaming-Störung. Genau dieses zwanghafte Verhalten führt laut der Studie zu messbar schlechteren Ergebnissen bei kognitiven Tests. Betroffene Teenager zeigten massive Schwächen beim logischen Denken, im Langzeitgedächtnis sowie bei visuell-räumlichen und verbalen Fähigkeiten. Zudem machen Jugendliche mit einer Gaming-Sucht unter Leistungsdruck deutlich mehr Fehler bei schnellen Entscheidungen.

Spielen Teenager jedoch zielgerichtet und behalten die Kontrolle, zeigt die reine Spieldauer sogar leicht positive Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Ein Jugendlicher, der sich stundenlang hochkonzentriert einem komplexen Strategiespiel widmet, agiert völlig anders als jemand, der aus einem reinen Zwang heraus spielt. Durch validierte psychologische und motorische Tests sowie moderne Strukturgleichungsmodelle konnten die Forscher um Dr. David Willinger die Effekte von Spielzeit und Suchtverhalten erstmals sauber voneinander trennen.

Auch das Genre der Videospiele spielt eine entscheidende Rolle für die Gehirnentwicklung. Laut der Analyse fördern Rollenspiele und Strategiespiele mit komplexen Bau- und Planungselementen die logischen und verbalen Kompetenzen der Spieler. Schnelle, actionorientierte Shooter-Spiele wiesen hingegen den deutlichsten Zusammenhang mit dem Schweregrad einer potenziellen Internet-Gaming-Störung auf. Die Wissenschaftler warnen daher eindringlich davor, intensives Gaming pauschal als kognitives Risiko abzustempeln, fordern aber eine sehr differenzierte Betrachtung der individuellen Nutzungsmuster.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Gaming als Sucht: Spielzeit ist nicht das Problem bei Jugendlichen
Autor: Ronald Matta,  9.07.2026 (Update:  9.07.2026)