AI-Sucht ist Microsofts primäres ClawPilot-Ziel, laut geleakter Dokumente

Microsoft Scout soll OpenClaw in Microsoft 365 integrieren. Was zuerst nach einem ebenso harmlosen wie vorhersehbaren Produkt klingt, verfolgt weniger harmlose Absichten, wie ein Bericht von 404 Media enthüllt. Denn 404 Media konnte ein Microsoft-internes Dokument mit dem Titel "ClawPilot: Overview and Plan with Project Lobster" einsehen, welches den Launch der Software in drei Phasen beschreibt.
Die erste Phase nennt sich, Zitat: "Make people addicted", also "Mach Menschen süchtig". Im Dokument heißt es weiter, dass Microsoft Scout bzw. ClawPilot ein Benutzererlebnis bieten soll, das dazu führt, dass Nutzer von der Software abhängig werden, um ihre täglichen Aufgaben bewältigen zu können. Das soll wiederum zu einem Wachstum der Nutzerzahlen führen. Interne Tests mit Microsoft-Mitarbeitern hätten bereits gezeigt, dass diese Strategie funktioniert, da die Software nicht nur eine sehr geringe Absprungrate verzeichnet, sondern von Anwendern auch täglich intensiv genutzt wird.
Phasen 2 und 3 des Launch-Plans sehen vor, ClawPilot mit anderen AI-Tools zu verbinden, und neue Features einzuführen. Dass Microsoft versucht, mit einer neuen Software möglichst viele Kunden zu erreichen, ist nicht überraschend. Gerade im Hinblick auf die wachsenden Probleme rund um die Abhängigkeit zu AI-Chatbots ist aber bedenklich, dass Microsoft AI-Sucht offenbar nicht als Risiko, sondern als Chance wahrnimmt.
Mindestens ebenso besorgniserregend ist, dass das Dokument Sicherheit und Compliance als wichtige Faktoren bezeichnet, die man "in Zukunft beachten muss". Nachdem ClawPilot Zugriff auf sensible Accounts und Dokumente erfordert, um richtig zu funktionieren, sollte Sicherheit an erster Stelle stehen, nicht als offener Punkt auf einer To-do-Liste.








