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Physische PS5-Spiele sind oft bis zu 50 Euro günstiger als im PlayStation Store

Banner der Ready, Set, Play-Aktion im PlayStation Store
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Mit der geplanten Einstellung der Produktion physischer Spiele im Jahr 2028 könnten PS5-Spieler künftig deutlich seltener von attraktiven Angeboten profitieren. Eine aktuelle Analyse, die Preise im PlayStation Store mit Rabatten für physische Spiele vergleicht, zeigt teils erhebliche Preisunterschiede. Demnach fallen die Angebote im digitalen Store häufig weniger attraktiv aus und sind zudem oft nur für kurze Zeit verfügbar.

Verbraucherschützer befürchten, dass attraktive Rabatte mit dem Rückgang physischer Spiele seltener werden. Sonys Pläne, die Produktion von PS5-Discs bis 2028 deutlich zurückzufahren, könnten den Wettbewerb verringern und langfristig zu höheren Preisen führen. Eine neue Studie zeigt nun, wie deutlich die Angebote im PlayStation Store hinter denen klassischer Einzelhändler zurückbleiben.

Die niederländische Website Tweakers nutzte ihre Pricewatch-Datenbank, um die Preise physischer Spiele mit denen im PlayStation Store zu vergleichen. Untersucht wurden 16 für Auszeichnungen nominierte PS5-Titel von First- und Third-Party-Entwicklern, die sowohl als Disc als auch in digitaler Form erhältlich sind.

Schnäppchenjagd bei PlayStation-Spielen

Die Auswertung der Preisverläufe zeigt mehrere wiederkehrende Muster. Insgesamt bietet der PlayStation Store seltener Rabatte an, die zudem meist nur für kurze Zeit gelten. Selbst Jahre nach der Veröffentlichung werden viele digitale Spiele noch regelmäßig zum vollen Listenpreis angeboten. Bei physischen Versionen hingegen sinken die Preise im Einzelhandel häufig dauerhaft, sobald die Nachfrage nachlässt.

Preisverlauf von God of War Ragnarök
ⓘ Screenshot, Keepa
Preisverlauf von God of War Ragnarök

Ältere, von SIE veröffentlichte Titel wie God of War Ragnarök werden im PlayStation Store häufig noch zu Preisen angeboten, die nahe am ursprünglichen Verkaufspreis liegen. Gleichzeitig bieten große Händler wie Amazon diese Spiele regelmäßig mit Rabatten von mindestens 50 % an. Zwar hat Sony vergleichbare Preisnachlässe für seine Konsolen-Exklusivtitel in der Vergangenheit ebenfalls angeboten, diese Aktionen waren jedoch meist nur von kurzer Dauer.

Sind Spieleläden dem Untergang geweiht?

Noch ist unklar, wie sich Sonys schrittweiser Übergang zum rein digitalen Vertrieb auf konkurrierende Händler auswirken wird. Dem Blogbeitrag zufolge könnten sie künftig Einlösecodes für Neuerscheinungen verkaufen. Bereits seit 2019 dürfen Händler jedoch keine digitalen PS-Store-Gutscheine mehr anbieten, was immer wieder den Vorwurf nährt, der PlayStation Store nehme eine monopolartige Stellung ein.

SKUs mit einem Code in der Verpackung – wie bereits bei GTA 6 – könnten künftig deutlich häufiger werden. Allerdings gelten diese Produkte bei Einzelhändlern wie GameStop als wenig beliebt. Sollten klassische physische Spiele vollständig verschwinden, könnten manche Händler den Verkauf solcher Titel ganz einstellen. Dadurch würde der Wettbewerbsdruck auf den PlayStation Store weiter sinken, was Sony weniger Anreize bieten könnte, attraktive Preisnachlässe zu gewähren.

Mit dem Wegfall von PS5-Discs verlieren Käufer zudem die Möglichkeit, ihre Spiele weiterzuverkaufen, was sich unmittelbar auf den Gebrauchtmarkt auswirken dürfte. Auch Verbraucherschützer stehen der Code-in-Box-Lösung kritisch gegenüber. In den Niederlanden wurde bereits eine neue Klage gegen Sony eingereicht. Die Kläger argumentieren, dass Konsolenbesitzer im Durchschnitt bereits 47 % mehr für digitale Spiele bezahlen als für physische Versionen.

Haftungsausschluss: Notebookcheck übernimmt keine Verantwortung für Preisänderungen, die durch Händler vorgenommen werden. Der im Artikel genannte Angebotspreis war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell, kann jedoch zeitlich begrenzt oder nur in begrenzter Stückzahl verfügbar sein.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Physische PS5-Spiele sind oft bis zu 50 Euro günstiger als im PlayStation Store
Autor: Adam Corsetti,  9.07.2026 (Update:  9.07.2026)