Party Animals streicht KI-Videowettbewerb nach Community-Abstimmung

Das Studio Recreate Games hat den KI-Videowettbewerb zu Party Animals offiziell abgesagt und die Entscheidung am 19. Mai bestätigt, nachdem eine Community-Umfrage ein klares Votum gegen das Format ergeben hatte.
Die Golden Paw Awards des Studios führten innerhalb von weniger als 24 Stunden zu einem Absturz der Steam-Bewertung von „Sehr positiv“ auf „Überwiegend negativ“ – ein Einbruch, den die Entwickler selbst als Folge von Planungs- und Kommunikationsfehlern einräumten.
Abstimmungsergebnis im Detail
Komplette Absage: 57,3 %
Umstellung auf einen Wettbewerb ohne KI: 34,6 %
KI beibehalten, zusätzliche Kategorie für menschliche Teilnehmer: 8,1 %
Community-Regeln
Da sich eine klare Mehrheit für eine vollständige Einstellung aussprach, entschied sich Recreate Games für eine Absage statt einer Anpassung des Formats. In einer Stellungnahme räumte das Studio ein, der Wettbewerb sei „unzureichend konzipiert“, das Design „mangelhaft durchdacht“ und die Kommunikation mit der Community „nicht auf der Höhe“ gewesen. Ursprünglich sollte das Format den Einstieg für Spieler ohne klassische Videobearbeitungskenntnisse erleichtern, doch durch die Vorgabe, KI als einziges kreatives Werkzeug zu nutzen, sei das Gegenteil erreicht worden.
Die Regeln verschärften die Kritik zusätzlich. Während der Wettbewerb verlangte, dass alle Einsendungen „Originalwerke“ sein müssen, sollte gleichzeitig generative KI als „zentrales kreatives Werkzeug“ für Bilder, Videos, Musik, Voiceovers und 3D-Assets dienen. Diese widersprüchlichen Vorgaben wurden bereits kurz nach der Ankündigung öffentlich von Spielern kritisiert.
Was die Ablehnung durch die Community signalisiert
Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Gegenreaktion zeigen, wie schnell sich Widerstand gegen KI in unmittelbaren wirtschaftlichen Schaden für Spiele mit aktiver Community umwandeln kann. Innerhalb eines Tages kippte die zuvor sehr positive Bewertung deutlich. Mehrere Spieler argumentierten zudem, dass sich das Ziel der Barrierefreiheit auch ohne KI-Pflicht hätte erreichen lassen – etwa durch bereitgestellte Assets für eigene Fanbeiträge.
Party Animals ist nicht der einzige Titel, der in den letzten Wochen mit ähnlicher Kritik konfrontiert war. Notebookcheck berichtete Anfang des Monats, dass Neverness to Everness nach mutmaßlich KI-generierten Assets in Spielumgebungen ebenfalls Gegenreaktionen aus der Community erlebte, woraufhin Ironmouse ihre Zusammenarbeit mit dem Entwickler beendete.
Quelle(n)
Past coverage











