Protest gegen PlayStation-Disc-Aus: Petition sammelt über 250.000 Unterschriften

Sonys jüngste Ankündigung in drei Absätzen, die Produktion physischer Discs 2028 einzustellen, hat viele Spieler verärgert und zu Widerstand gegen die Entscheidung des Unternehmens geführt. Mit der Petition "Don’t Kill The Disc" hoffen sie, das bevorstehende Ende der PlayStation-Disc-Produktion noch abzuwenden. Auf Change.org sind bereits mehr als 250.000 Unterschriften zusammengekommen. Die Petition fordert Sony dazu auf, weiterhin physische Versionen künftiger PS5-Spiele zu veröffentlichen, auch für die kommende PS6.
Jade Peace, CEO eines unabhängigen Händlers, hat die Petition ins Leben gerufen. Darin heißt es, digitale Spiele seien zwar bequem, weil sie einmal bezahlt und im PlayStation-Konto gespeichert werden. Ein rein digitales Ökosystem nehme Verbrauchern jedoch die Möglichkeit, selbst zu wählen.
Ein rein digitales Ökosystem verhindert, dass Spieler Games verleihen, teilen, weiterverkaufen oder wirklich besitzen können. Werden Server abgeschaltet, könnten online gekaufte Spiele künftig unzugänglich werden. Zudem wären Arbeitsplätze im Einzelhandel, im Vertrieb und vor allem Einrichtungen zur Bewahrung von Games betroffen. In der Petition heißt es:
Wir sind nicht gegen digital. Wir sind dagegen, dass digital die einzige Option ist. Eine große und leidenschaftliche Community will weiterhin echte, physische Spiele, die ihr vollständig gehören, und Sony ist dabei, ihr diese Wahl zu nehmen.
Dieser Wandel wirkt besonders ironisch, weil Sony sich 2013 in einem Werbevideo über Xbox und dessen onlinebasiertes, DRM-lastiges Konzept zum Teilen von Spielen zwischen Freunden lustig gemacht hat. Nachdem sich Sony früher als Verfechter der Freiheit von Spielern inszeniert hat, Videospiele zu spielen und zu besitzen, scheint das Unternehmen den vollständigen Wechsel ins Digitale, der bei den Verkäufen ohnehin bereits dominiert, inzwischen als lukrative Geschäftsstrategie zu sehen.
Diese Strategie würde Sony mehr Kontrolle und höhere Margen verschaffen, während die Hardwarekosten für Next-Gen-Konsolen steigen. Bei der kommenden PS6 sollen sich allein die Materialkosten Berichten zufolge auf fast 1.000 US-Dollar belaufen. Sollte Sony die PS6 wie einst die PS3 subventionieren, könnten digitale Verkäufe die einzige Möglichkeit sein, Einnahmen zu erzielen und Verluste auszugleichen. Das könnte jedoch bedeuten, dass physische Medien nicht mehr verfügbar sein werden.
Viele Unterzeichner haben erklärt, warum sie sich für PlayStation und Konsolen statt für den PC entschieden haben. Ein Nutzer schrieb: "Physische Medien machen Konsolen zum besten Ort für moderne AAA-Spiele. Sie sind die einzige dezentrale lokale DRM-Lösung... Meine 30-jährige Unterstützung für PlayStation hängt von dieser Entscheidung ab."
Ein anderer Unterzeichner erklärte: "Ich werde keine PlayStation 6 kaufen, wenn physische Spiele eingestellt werden. Ich nehme PlayStation zunehmend als verbraucherunfreundliche Marke wahr." Andere haben als Reaktion ihr PS Plus Abo gekündigt, um Sony zu einem Umdenken zu bewegen.











