Sony plant weniger PlayStation 5 Rabatte, hohe Speicherpreise machen Gewinne zunichte

Käufer, die nach der jüngsten PS5-Preiserhöhung auf Rabatte gehofft haben, dürften enttäuscht werden. Sonys neue Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC behandelt die Reaktion des Unternehmens auf die Speicherknappheit. Da Sony Mühe hat, die Gewinne stabil zu halten, deutet das Unternehmen an, dass der Verkauf von weniger Konsolen den Schaden begrenzen könnte.
Eine Warnung für Schnäppchenjäger
In der Einreichung skizziert der Hersteller seine Strategie für die künftige Vermarktung der Spielkonsolen:
Im Hardware-Bereich erwartet Sony zwar Auswirkungen durch höhere Preise und Lieferengpässe bei Speicher-Halbleitern, will die Folgen für die Profitabilität aber durch flexible Anpassungen unter anderem bei Absatz- und Werbeplänen steuern.
Spieler könnten erste Anzeichen für diesen Kurswechsel bereits bei den jüngsten PlayStation Days of Play gesehen haben. Während Spiele und Zubehör von Angeboten profitiert haben, sind Rabatte auf PS5-Konsolen ausgeblieben. Nun wirkt es wahrscheinlicher, dass die Komponentenknappheit beeinflusst hat, welche Produkte bei der Aktion im Mittelpunkt gestanden haben.

Gestiegene Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher haben auch Microsoft und Nintendo vor Herausforderungen gestellt. Die KI-getriebene Krise hat die benötigten SSDs, Flash-Speicher und DRAM deutlich verteuert. Zusammen mit Zöllen als weiterem Faktor haben Käufer die Preiserhöhungen bei Xbox Series X|S, Switch 2 und PS5 beklagt.
Wie viel verliert Sony mit Konsolenverkäufen?
Sonys Gewinnmargen in der aktuellen Generation sind nicht öffentlich. Die Lage ist möglicherweise nicht so angespannt wie bei Microsoft, wo das Unternehmen Gerüchten zufolge 100 bis 200 US-Dollar pro Gerät verliert. Dennoch sind Unternehmen eher bereit, beim Start einer Konsole Verluste hinzunehmen als später in ihrem Lebenszyklus.
Statt auf PS5-Rabatte zu setzen, um neue Käufer anzulocken, will Sony stärker von der bestehenden Installationsbasis profitieren. Das Dokument erklärt, dass das Unternehmen "höhere Umsätze und Gewinne mit PlayStation Plus ("PS Plus") anstrebt, den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer im PlayStation Store maximiert und die Verkäufe von First-Party-Spielesoftware ausbaut."
Der Release von GTA 6 am 19. November könnte die Konsolenverkäufe ankurbeln. Wenn Hersteller die Produktion allerdings zurückfahren, erhöht das die Wahrscheinlichkeit niedriger Lagerbestände. Microsoft hat Berichten zufolge bereits Schwierigkeiten, genügend Konsolen zu fertigen, um die Nachfrage zu decken. Auch Black-Friday-Angebote könnten besonders lukrativ sein, allerdings ist fraglich, ob Sony Hardware-Angebote anbieten wird.














