PS5-Konsolen zeigen Erwachsenenspiele als zuletzt gespielt an: PSN-Sicherheit wird infrage gestellt

Besitzer von PlayStation-Konsolen bemerken Erwachsenenspiele auf ihren Dashboards oder in ihren Apps, obwohl sie die Titel nie heruntergeladen haben. Ein Hacker könnte PSN ausnutzen, um diese PS5-Spiele in die Listen der zuletzt gespielten Titel einzuschleusen. Sony hat keine Erklärung geliefert, allerdings sehen Spieler nun, dass alle Einträge aus diesem Bereich entfernt worden sind.
Push Square hat auf eine Reihe von Social-Media-Beiträgen hingewiesen, darunter einen, der "Sex Store Simulator" auf einer PS5 zeigt. Viele der Erwachsenenspiele sind nicht im PlayStation Store gelistet. Für einige Spieler ist das zwar peinlich, es sieht aber nicht danach aus, dass PSN-Konten Opfer eines Sicherheitsvorfalls geworden sind.
Sony ist dafür kritisiert worden, Anmeldungen in seinem Netzwerk nicht ausreichend zu schützen. Nachdem die Konten von Content Creators wie Colin Moriarty kompromittiert worden sind, hatten sie Schwierigkeiten, wieder Zugriff zu erhalten. Spieler können Käufe im Wert von mehreren Tausend Euro oder PlayStation-Trophäen verlieren. Der Kundendienst ist ein beliebtes Ziel für Hacker, die Mitarbeiter offenbar leicht dazu bringen können, sensible Informationen herauszugeben.
Wie gefährlich ist der mutmaßliche Exploit?
Trotz zahlreicher Vorfälle ist die Welle mit zuletzt gespielten Erwachsenenspielen wahrscheinlich auf eine andere Sicherheitslücke zurückzuführen. Der Social-Media-Nutzer Poncho bezeichnet sie als "potenziell schwerwiegendes Problem mit der Datenintegrität". Er merkt an, dass die Komponente für Spielebibliothek/Aktivitäten im PSN-Backend besonders anfällig ist. Böswillige Akteure können ein PS5-Spiel zu dieser Liste hinzufügen, unabhängig davon, ob der Konsolennutzer den Titel besitzt oder nicht.
Es ist möglich, dass der Exploit schwerwiegendere Folgen haben könnte, falls er nicht behoben wird. Vorerst hat Sony diesen Teil des Dashboards möglicherweise deaktiviert, während das Unternehmen den Vorfall untersucht. Die Situation erinnert Kritiker an frühere Probleme oder Dienstausfälle, bei denen PlayStation praktisch nicht kommuniziert hat.
Das verhindert zwar möglicherweise nicht, dass Erwachseneninhalte auftauchen, dennoch gilt es als sinnvoll, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für PSN-Konten zu aktivieren. Auch ein gelegentlicher Passwortwechsel und die Überwachung auf verdächtige Aktivitäten werden empfohlen.









