Inhaftierter Hacker deutet möglichen Leak des GTA-6-Quellcodes an – Release könnte gefährdet sein

Der Hacker Arion Kurtaj soll im Gefängnis Zugang zu einem Smartphone erhalten haben. Kurz darauf tauchte eine Unterhaltung auf, in der es um den gestohlenen Quellcode von Grand Theft Auto VI ging. Kurtaj erklärte, dieser sei „definitiv irgendwo vorhanden“, und zeigte sich überrascht, dass er bislang nicht veröffentlicht wurde. Einige Spieler befürchten nun, dass ein möglicher Leak eine weitere Verschiebung des Release-Termins nach sich ziehen könnte.
Kurtaj könnte für Rockstar weiterhin eine Gefahr darstellen
Im Alter von 17 Jahren verschaffte sich Arion Kurtaj Zugang zu den Servern von Rockstar Games und lud Dutzende Videoclips aus einer frühen Version von GTA 6 herunter. Zudem behauptete er, auch den Quellcode des Spiels erlangt zu haben. Im Dezember 2023 ordnete ein britisches Gericht an, dass Kurtaj, bei dem Autismus diagnostiziert wurde, auf unbestimmte Zeit in einer Klinik untergebracht werden soll. Inzwischen soll er jedoch in ein reguläres Gefängnis verlegt worden sein.
Der Nutzer videotechuk veröffentlichte in sozialen Medien mehrere Nachrichten sowie einen Link zu einem Foto aus einem Zellenblock. Darin teilte ein nicht näher benannter Nutzer Kurtaj mit, dass die betreffende Version von Grand Theft Auto VI bislang nicht öffentlich zugänglich sei. Arion Kurtaj äußerte sich dazu nicht weiter – was viele Spieler allerdings kaum beruhigt.
Unklar bleibt, was mit dem Quellcode geschehen ist – sofern er überhaupt existiert. Der Hack von 2022 führte bereits dazu, dass erste Aufnahmen aus Vice City sowie die Figur Lucia an die Öffentlichkeit gelangten. Ein noch schwerwiegenderer Leak hat die Entwicklung des Spiels bislang jedoch nicht beeinträchtigt.
Take-Two dürfte bis zur Veröffentlichung von GTA 6 keine Ruhe haben
Videotechuk skizzierte mehrere Szenarien für die kommenden Wochen und Monate. So könnte Kurtaj beim Risiko eines Leaks der Spielversion bluffen. Ebenso ist denkbar, dass Take-Two den Quellcode nach der Untersuchung des Sicherheitsvorfalls bereits gesichert hat. Möglich bleibt jedoch auch, dass sich die Daten im Besitz einer anderen Person befinden, die nur auf den richtigen Zeitpunkt oder ein passendes Angebot wartet, um sie weiterzugeben.
Selbst im schlimmsten Fall müsste der Release von Grand Theft Auto VI nicht zwangsläufig erneut verschoben werden. Seit 2022 dürfte sich das Spiel deutlich weiterentwickelt haben, sodass eine geleakte Version möglicherweise längst nicht mehr alle entscheidenden Elemente enthält. Gleichzeitig müsste Rockstar Games jedoch befürchten, dass Teile des weiterhin relevanten Codes für Angriffe auf Server missbraucht werden oder andere sicherheitsrelevante Probleme verursachen könnten.
Auch die Marketingpläne, die im Sommer anlaufen sollen, könnten dadurch ins Wanken geraten. Sollte es tatsächlich zu einem Leak kommen, dürfte der Start des mit Spannung erwarteten GTA 6 kaum so reibungslos verlaufen wie erhofft.

















