Sony: Einigung im PlayStation Store Monopol-Prozess, Gamer bekommen 7,8 Millionen Dollar

Kritiker, die dem PlayStation Store einen Missbrauch seiner Marktdominanz vorwerfen, haben einen juristischen Erfolg erzielt. Ein Gericht im Northern District of California hat einen vorläufigen Vergleich genehmigt, nach dem Sony umgerechnet 6,7 Millionen Euro zahlen würde. Anspruch auf eine Zahlung haben allerdings nur Käufer ausgewählter digitaler Spiele im Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 31. Dezember 2023.
Die Klage Caccuri v. Sony Interactive Entertainment LLC hat 2021 begonnen. Bereits im Juli 2025 ist eigentlich ein früherer Vergleich erzielt worden, bevor der Richter die Vereinbarung abgelehnt hat. Das Ergebnis ist weiterhin nicht garantiert, bis eine Anhörung zur Angemessenheit am 15. Oktober entscheidet, ob der Vergleich fair und angemessen ist.
Zwischen 2019 und 2023 müssen in den USA ansässige Käufer einen Gutschein für einen qualifizierten Titel in einem stationären Geschäft gekauft haben. Die Website zum PSN Digital Games Settlement hat eine Liste der qualifizierten Titel zusammengestellt.
Auszahlungen von PlayStation-Klagen
Die umgerechnet 6,7 Millionen Euro werden den meisten Verbrauchern nicht per Scheck ausgezahlt. Aufgeteilt auf 4.407.533 PSN-Mitglieder sollen Guthaben automatisch auf den Konten erscheinen, falls der Vergleich in der Klage endgültig genehmigt wird. Personen, die eine Auszahlung erhalten, sollen per E-Mail benachrichtigt werden. Der Betrag dürfte kaum hoch genug sein, um ein neues PS4- oder PS5-Spiel zu kaufen.
Beschwerden über den PlayStation Store haben begonnen, nachdem SIE im Jahr 2019 Dritten den Verkauf von Spielcodes untersagt hat. Damit gab es keinen Wettbewerb mehr für den Marktplatz, was Kritikern zufolge zu höheren Preisen geführt hat. Sony hat argumentiert, dass Konkurrenten wie Microsoft und Nintendo ähnliche Online-Shops betreiben. Dennoch ist es möglich, digitale Xbox- und Switch-Titel bei Händlern zu kaufen.
Auch nach Abschluss des Caccuri-Verfahrens steht Sony in mehreren Ländern rechtlich unter Druck. Besonders die britische Klage PlayStation You Owe Us wirft dem PS Store vor, ein wettbewerbsfeindliches geschlossenes Ökosystem zu sein. Der Kläger fordert umgerechnet mehr als 2,3 Milliarden Euro Schadenersatz, betroffen sind rund 12 Millionen Spieler.









