Square Enix zwingt FF14-Content-Ersteller zu Entschuldigung und Entschädigung nach Belästigungsfall

Square Enix ging seit Kurzem verstärkt gegen Cybermobbing vor. Anlass waren rechtliche Schritte gegen einen Final Fantasy XIV-Content-Ersteller, dem vorgeworfen wurde, Mitarbeiter des Unternehmens belästigt zu haben. Es handelte sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen.
Square Enix: „Belästigung gefährdete die Sicherheit“ – nach Einleitung rechtlicher Schritte
Am 20. April veröffentlichte Square Enix eine offizielle Erklärung, in der das Unternehmen mitteilte, einen Nutzer einer Videoplattform identifiziert zu haben, der mehrere Videos veröffentlicht hatte. Laut Square Enix hätten diese Inhalte den Ruf von Führungskräften und Mitarbeitern, die an Final Fantasy 14 arbeiteten, geschädigt. In der Stellungnahme hieß es:
„Wir freuen uns, eine Einigung erzielt zu haben, die eine Entschuldigung des Uploaders, die Zahlung einer Entschädigung sowie die Verpflichtung beinhaltet, künftig von ähnlichen Handlungen abzusehen. Die Angelegenheit wurde geklärt, nachdem ein Antrag auf Offenlegung der Daten des Uploaders gestellt wurde, dem das Gericht stattgegeben hat.“
„Zum Zeitpunkt dieser Bekanntmachung wurden sowohl das Video als auch das Konto des Uploaders entfernt. Wir schätzten das Feedback, die Meinungen und Wünsche unserer Kunden sehr und nutzten sie als Antrieb, um noch bessere Unterhaltung zu bieten.“
„Belästigungen unserer Führungskräfte und Mitarbeiter – einschließlich persönlicher Angriffe, Verleumdungen, Gewaltandrohungen und der Behinderung unserer Geschäftstätigkeit – stellten ein ernstes Problem dar. Sie gefährdeten die Sicherheit unserer Mitarbeiter und untergruben ein Arbeitsumfeld, in dem sie unbesorgt tätig sein konnten.“
Dieser Fall folgte auf einen ähnlichen Vorfall, der sich Anfang März ereignet hatte, als Square Enix Klage gegen den japanischen Nachrichtenblog Netoge Sokuho, früher bekannt als FF14 Sokuho, einreichte. Der Website wurde vorgeworfen, Artikel veröffentlicht zu haben, die die Grenze zur Belästigung überschritten hätten. Square Enix ging vor Gericht vor, um die Identität des anonymen Website-Administrators offenzulegen, handelte eine Vereinbarung zur dauerhaften Schließung des Blogs aus und erhielt eine öffentliche Entschuldigung.
Zufälligerweise stellte ein weiterer Nachrichtenaggregator namens Umadori Sokuho aus eigenem Antrieb seinen Betrieb ein und schrieb: „Nachdem ich die Verantwortung, die mit der Verbreitung von Informationen im Internet einhergeht, neu überdacht hatte, habe ich beschlossen, diese Angelegenheit auf meine eigene Weise zu beenden. Ich entschuldigte mich aufrichtig bei allen Mitarbeitern der FF14-Entwicklung und des Betriebs, denen ich Unannehmlichkeiten bereitet hatte.“
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