Darum ist das RAM-Upgrade der Steam Machine so kompliziert

Mit der Steam Machine möchte Valve die Einfachheit einer Konsole mit der Flexibilität eines Gaming-PCs verbinden. Dazu gehört auch, dass Besitzer Systemspeicher und RAM selbst austauschen beziehungsweise erweitern können. Ganz so unkompliziert wie bei einem klassischen Desktop-PC ist das allerdings nicht.
Reddit-Nutzer u/Prtsk hat seine Steam Machine mit einem zweiten RAM-Modul ausgestattet. Während die SSD vergleichsweise einfach zu erreichen gewesen wäre, musste die Steam Machine für das RAM-Upgrade zu großen Teilen zerlegt werden. Das liegt an der Platzierung der beiden SO-DIMM-Steckplätze. Laut Aftermath müssen unter anderem der Lüfter und das Netzteil ausgebaut sowie vier Flachbandkabel und mehrere Antennenkabel gelöst werden, um die beiden SO-DIMM-Steckplätze freizulegen .
Community weiß Grund für kompliziertes RAM-Upgrade
„Ich verstehe nicht, warum Valve sich nicht dafür entschieden hat, den Arbeitsspeicher genauso zugänglich zu machen wie die SSD“, schreibt u/Prtsk. Gleichzeitig fragt er, ob es dafür einen technischen Grund gebe – und Reddit-Nutzer kennen die Antwort. Mehrere Redditoren verweisen auf Interviews und Hardware-Analysen zur Steam Machine, aus denen hervorgeht, dass Valve mit der Platzierung der RAM-Slots offenbar ebenfalls nicht ganz zufrieden ist.
Gegenüber Tom’s Hardware erklärte Valve-Ingenieur Yazan Aldehayyat, dass das Unternehmen während der Entwicklung versucht habe, den Arbeitsspeicher leichter zugänglich zu machen. Eine Verlegung der Steckplätze sei jedoch an den Anforderungen an die Signalqualität gescheitert, während eine Wartungsöffnung durch das Netzteil aus Sicherheitsgründen nicht infrage gekommen sei.
Passendes RAM-Modul entscheidend
Kompliziert ist übrigens nicht nur der Umbau, sondern auch die Auswahl des Moduls. Valve weist in einer Antwort des Steam-Supports darauf hin, dass mindestens DDR5-5600-SO-DIMMs verwendet werden sollten. Außerdem rät man davon ab, Module mit abweichenden Kapazitäten, Geschwindigkeiten oder Timings zu kombinieren.
Das könnte erklären, warum u/Prtsk beim Gaming laut eigenen Angaben bislang keine Unterschiede feststellen konnte. Ebenso gut könnte das fehlende Performance-Upgrade darauf zurückzuführen sein, dass die ursprünglichen 16 GB in den getesteten Spielen gar nicht vollständig ausgelastet waren. Mehr Arbeitsspeicher führt immerhin nicht automatisch zu einer höheren Bildrate.










