PlayStation Store bleibt in 62 % der Länder gesperrt, während das Ende physischer PS5-Spiele näher rückt

Das Ende der PS5-Discs Anfang 2028 könnte einige Spieler deutlich stärker treffen als andere. In vielen Ländern können Käufer keine PSN-Konten erstellen. Wenn physische Spiele künftig seltener werden, steht ihnen der PlayStation Store daher nicht als Alternative zur Verfügung.
Auswirkungen des Endes der Discs
Wie TheGamer berichtet, häufen sich auf Reddit die Beiträge von Fans, die sich Sorgen um die Zukunft der PlayStation machen. Reddit-Nutzer Bldngtrpdr lebt in Georgien, einem von rund 122 Ländern, in denen PSN offiziell nicht verfügbar ist. Da digitale Spiele über Sonys Marktplatz dort nicht erhältlich sind, sind physische Discs für Käufer in diesen Regionen unverzichtbar.
Die Einschränkungen betreffen auch einige PlayStation-Studios-Titel auf Steam, für die eine PSN-Anmeldung erforderlich ist – Marvel Tokon: Fighting Souls ist das jüngste Beispiel. Derzeit erstellen betroffene Nutzer häufig PSN-Konten für andere Länder. Für Einkäufe im PlayStation Store wird jedoch in der Regel eine Zahlungsmethode benötigt, die mit dem jeweiligen Land verknüpft ist.
Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit dem Rückgang physischer Spiele besteht darin, dass die PSN-Nutzungsbedingungen von den Nutzern die Angabe korrekter Wohnsitzdaten verlangen. Auch wenn Sony diese Regel bislang nicht konsequent durchgesetzt hat, könnte sich das jederzeit ändern. Kritiker des Übergangs zu digitalen Spielen weisen zudem darauf hin, dass Nutzer bei einer Sperrung ihres PSN-Kontos unter Umständen den Zugriff auf ihre gesamte digitale Spielesammlung verlieren könnten.
Ist Sony der eingeschränkte Zugang zum PSN wichtig?
Insider spekulieren, dass die PS6 möglicherweise mit einem optionalen externen optischen Laufwerk ausgestattet sein wird. Dennoch riskiert Sony, bei neuen Veröffentlichungen potenzielle Umsätze in zahlreichen Ländern zu verlieren, in denen das PSN offiziell nicht verfügbar ist. Allerdings stammen rund 70 % der PlayStation-Umsätze aus Nordamerika und Europa, wo der Zugang zum PSN weitgehend unproblematisch ist.
Sony hätte noch die Möglichkeit, die PSN-Beschränkungen zu lockern, bevor die Produktion von PS5-Discs schrittweise zurückgefahren wird. Im Idealfall würde das Unternehmen den Dienst in weiteren Ländern offiziell verfügbar machen und damit die Notwendigkeit inoffizieller Umgehungslösungen beseitigen. Warum das PSN bislang nur in einer begrenzten Zahl von Ländern angeboten wird, ist unklar. Als möglicher Grund werden häufig Bedenken hinsichtlich sicherer Zahlungsabwicklung und regionaler Compliance-Anforderungen genannt.
Die Kritiker haben ihre Hoffnung noch nicht aufgegeben, Sony von seiner Strategie einer stärkeren Ausrichtung auf digitale Spiele abzubringen. Unabhängig vom Wohnort der Käufer könnte ein noch dominanterer PlayStation Store den Wettbewerb verringern und langfristig zu höheren Preisen führen.











