„Das tut meiner Seele weh“: Bild von Gaming-Regal schürt düstere Zukunftsaussichten

Wer heute durch die Gaming-Abteilung eines Elektronikmarktes geht, findet dort in der Regel eine große Auswahl an physischen Spielen für PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch (derzeit 279 Euro auf Amazon). In Zukunft könnten die Regale allerdings ganz anders aussehen – zumindest, wenn sich eine aktuell auf Reddit diskutierte Aufnahme bewahrheitet. Ein im PlayStation 6-Subreddit gepostetes Bild zeigt einen Verkaufsbereich, in dem statt klassischer Spielehüllen lediglich Karten mit Covern verschiedener Titel an der Wand hängen. Käufer erwerben damit kein Spiel auf Disc, sondern lediglich einen digitalen Downloadcode.

Der Ersteller bezeichnet die Aufnahme als einen „Blick auf die Zukunft von Gaming-Bereichen“. Für viele Fans ist dieser Anblick ziemlich deprimierend. Ein Nutzer schreibt, das Bild tue ihm „in den Augen weh“. Ein anderer erklärt etwas überspitzt: „Das tut meiner Seele weh.“ Auch scherzhafte Kommentare wie „Dark Souls: Online-Code-Edition“ lassen wenig Begeisterung erkennen. Das Bild stammt vermutlich aus einer Target-Filiale in den USA. Eindeutig verifizieren lässt sich das allerdings nicht. Anzumerken ist, dass es sich hierbei aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um eine erste Folge des von Sony angekündigten Disc-Aus handelt, denn Target verkaufte solche Downloadkarten schon lange vor Sonys kontrovers diskutierter Ankündigung.
Könnte Spielabteilungen komplett verschwinden?
Bei diesem Ausblick auf die Zukunft stellen sich viele Nutzer die Frage, ob in Zukunft überhaupt noch Spielabteilungen zu finden sein – oder ob in der Gaming-Sektion künftig nur noch Hardware angeboten wird. Dieser Frage liegt die Annahme zugrunde, dass Karten mit Download-Codes im lokalen Handel kaum einen Mehrwert bieten würden. Wer ein Spiel ohnehin nur als Code erhält, könne es schließlich direkt online kaufen und sich den Weg ins Geschäft sparen. Als Zielgruppe würden in diesem Fall nur Spontankäufer verbleiben – und Personen, die Spiele verschenken möchten. Ob das reicht, um weiterhin große Gaming-Abteilungen im Elektronikhandel zu rechtfertigen, ist fraglich.
Profiteur dieser Entwicklung könnte Nintendo sein. Einige Redditoren vermuten, dass der Hersteller durch ein Festhalten an physischen Spielen künftig einen größeren Teil der verbleibenden Verkaufsfläche einnehmen könnte. Natürlich sind das bislang reine Spekulationen. Wie sich die Zukunft der physischen Spiele entwickeln wird und ob der Protest der Community etwas ausrichten können wird, bleibt abzuwarten.
Quelle(n)
Bild: Aleksas Stant / Unsplash


















