Darum sehen einige die Steam Machine trotz Kritik als „technisches Wunderwerk“

Seit der offiziellen Enthüllung der Steam Machine toben in sozialen Medien Diskussionen um Preis und Leistung. Einen interessanten Blickwinkel zeigt u/baoonbao im Steam Machine-Subreddit auf. Seiner Meinung nach wäre die Steam Machine technisch stark unterstützt. Er bezeichnet Valves Wohnzimmer PC sogar als „technisches Wunderwerk“. Das Argument: Einen Mini-PC mit vergleichbarer Leistung, Kühlung und Lautstärke in einen 15-Zentimeter-Würfel zu pressen, wäre gar nicht so einfach.
Viele Nutzer stimmen dem zu. Die Steam Machine sei kein klassischer Gaming-PC – ihr Preis berechnet sich nicht daran, wie viele FPS sie aus Cyberpunk 2077 oder anderen Grafik-Brocken herausholen kann. Wer sich für Valves Wohnzimmer-PC entscheidet, bezahlt vor allem für den Komfort. Neben vorinstalliertem SteamOS könnte dabei auch das kompakte Würfeldesign für viele ein Faktor sein. Vergleichbare Systeme nehmen auf dem TV-Schrank deutlich mehr Platz weg. Selbst Mini-PCs, die gezielt als Konkurrenz zur Steam Machine positioniert werden, kommen nicht an die kompakten Ausmaße von Valves Wohnzimmer-PC heran. Ein aktuelles Beispiel ist die „Stim Machine“ von LDLC, die mit 222 × 181 × 285 Millimetern nicht einmal annähernd an die Maße der Steam Machine herankommt, die nur 156 × 152 × 162 Millimeter misst.
Ein weiteres Argument ist die Lautstärke. Wer sich für eine Steam Machine entscheidet, bezahlt vor allem für den Komfort. Reddit-Nutzer u/lightsworn55 fragt etwa: „Willst Du wirklich, dass in Deinem Wohnzimmer ständig ein Staubsauger läuft?“. Wie PC Games im Testbericht erklärt, wäre die Steam Machine selbst unter Volllast kaum zu hören, was man von Xbox Series X oder PS5 nicht unbedingt behaupten kann. Auch leistungsstarke Gaming-PC lassen sich nur schwerlich dauerhaft unter 25 dB halten. Zurückzuführen wäre dieser Vorteil laut PC Games vor allem auf die effektive Kühlung.
Ganz einig wird man sich auf Reddit allerdings nicht. Viele Nutzer halten den Begriff „technisches Wunderwerk“ für übertrieben. Kleine Gaming-PCs gebe es schließlich schon länger – und ob es letztlich auf ein paar Zentimeter ankommt, wenn bei gleichem Preis bessere Hardware winkt, bleibt fraglich. Ob Valves Wohnzimmer-Würfel letztlich wirklich den Sprung in den Mainstream schafft oder doch nur ein Nischenprodukt bleibt, wird sich wohl erst zeigen, wenn der Wohnzimmer-Würfel tatsächlich bei den ersten Gamern unter dem Fernseher steht.














