Offiziell: Xbox-Konsolen werden viel teurer, laut Microsoft könnte es noch schlimmer kommen

Wer den Kauf einer Xbox erwägt, muss sich auf den nächsten Preisschock einstellen. Ab dem 1. August werden alle Xbox-Konsolen weltweit teurer. Um den Schaden möglichst gering zu halten, hat Microsoft darauf verzichtet, die neuen Konsolenpreise ausdrücklich zu nennen. Nach den aktuellen deutschen Listenpreisen würde das, sofern Microsoft die Erhöhungen in Deutschland nominal entsprechend umsetzt, auf die folgende Aufschlüsselung hinauslaufen. Offizielle neue Europreise hat Microsoft bislang aber nicht genannt.
- Xbox Series S 512GB: 450 Euro statt 350 Euro, vermutliche Preiserhöhung um 100 Euro
- Xbox Series S 1TB: 550 Euro statt 400 Euro, vermutliche Preiserhöhung um 150 Euro
- Xbox Series X 1TB Digital: 700 Euro statt 550 Euro, vermutliche Preiserhöhung um 150 Euro
- Xbox Series X 1TB mit Disc-Laufwerk: 750 Euro statt 600 Euro, vermutliche Preiserhöhung um 150 Euro
Damit nicht genug, die 2TB-Variante der Xbox Series X ist komplett gestrichen worden. Die Konsole ist ursprünglich im Juni 2026 zusammen mit der rein digitalen Series X und der Series S mit 1TB vorgestellt worden und hat zwei Jahre überstanden, bevor sie eingestellt worden ist. Die Chancen auf eine Rückkehr dürften gering bis nicht vorhanden sein. 450 Euro wären damit der neue Mindestpreis für den Einstieg in das Xbox-Konsolen-Ökosystem mit einer Series S. Das wirkt insofern ironisch, als zum Start für denselben Betrag eine deutlich leistungsstärkere Series X erhältlich gewesen ist.
Wie ein früherer Leak bereits vorhergesagt hat, wird Microsoft berechtigten US-Kunden "Buy Now, Pay Later"-Optionen anbieten, um den Kauf von im Kern sechs Jahre alter Hardware etwas abzufedern. Ebenso können Käufer von Xbox-Konsolen über Amazon Finanzierungsoptionen mit einem effektiven Jahreszins von 0 Prozent für bis zu 12 Monate nutzen. Diese Angebote gelten natürlich nur in bestimmten Märkten und dürften nicht weltweit verfügbar sein. Zudem wird Microsoft generalüberholte Konsolen im eigenen Store mit einem Rabatt von 100 Euro verkaufen.
Es wird nur noch schlimmer
Im Blogeintrag von Microsoft heißt es ausdrücklich: "Leider sind die Preise für Konsolenspeicher und Arbeitsspeicher um mehr als das 2,5-Fache gestiegen, und wir erwarten bis Herbst 2027 eine weitere Verdopplung." Damit könnte es im nächsten Jahr zu einer weiteren Preiserhöhung kommen. Gut möglich also, dass die Branche Spieler auf einen Preis von 1.000 Euro für Next-Gen-Konsolen vorbereitet, wie es nach Ausbruch der Speicherkrise bereits vorhergesagt worden ist.
Der Zeitpunkt der Ankündigung wirkt ungewöhnlich, da sie kurz nach dem Start der Vorbestellungen für GTA 6 und nur wenige Stunden nach Apples massiver Preiserhöhung über das gesamte Sortiment hinweg erfolgt ist. Falls sich dieses Muster fortsetzt, dürfte es nicht lange dauern, bis Sony und andere Anbieter nachziehen. Bei diesem Tempo ist es nur eine Frage der Zeit, bis die etwas absurde Preisgestaltung von Valves Steam Machine im Vergleich vernünftig wirkt.






