Xbox: Konsolenverkäufe gehen durch die Decke dank Exklusivspiele und anstehender Preiserhöhung

CEO Asha Sharma hat den Fokus stärker auf die Xbox Series X|S und das kommende Project Helix gelegt. Die Strategie könnte erste Erfolge zeigen, denn die Xbox-Konsolen haben im Juni deutlich besser abgeschnitten. Laut Mat Piscatella von Circana sind in den USA 86 Prozent mehr Geräte verkauft worden als im Vorjahresmonat. Als mögliche Gründe gelten die Rückkehr zu Exklusivspielen und die bevorstehende Preiserhöhung.
Gründe für Zuversicht
Die Xbox-Hardware hat im Juni zudem ihr bislang bestes Ergebnis des Jahres 2026 erzielt. Einige Faktoren lassen den Anstieg allerdings größer erscheinen, als er tatsächlich ist. Piscatella weist darauf hin, dass die neu erschienene Nintendo Switch 2 den US-Markt im Juni 2025 mit ihrer hohen Nachfrage dominiert hat. Gleichzeitig haben die Xbox-Konsolen nach einer Preiserhöhung im Mai einen besonders schwachen Monat verzeichnet.
Trotz dieser Einschränkungen bewertet der Circana-Analyst die Verkaufszahlen der Xbox-Konsolen positiv. Möglicherweise hat das Games Showcase vom 7. Juni die Nachfrage angekurbelt. Besonders bedeutsam ist die von Sharma bestätigte Rückkehr zu Xbox-Exklusivspielen, angeführt von Gears of War: E-Day.

Kritiker haben argumentiert, dass es ohne exklusive Spiele kaum einen Grund gebe, die Xbox einer PS5 oder Switch 2 vorzuziehen. In den Top 10 der US-Spieleverkäufe im Juni findet sich allerdings nur ein aktueller Xbox-Exklusivtitel: Forza Horizon 6 auf Platz sechs. Weitere attraktive Spiele der Microsoft-Studios dürften jedoch bald folgen.
Auch die nächste Preiserhöhung für Xbox-Konsolen am 1. August könnte eine Rolle gespielt haben. Vergleichbare Anpassungen der UVP bei der Switch 2 und der PS5 haben die Verkaufszahlen vorübergehend steigen lassen. Microsoft hat die wenig erfreuliche Ankündigung allerdings erst am 25. Juni veröffentlicht, während die Circana-Daten den gesamten Monat abdecken.
Schwieriges Marktumfeld für die Spielebranche
Die Entwicklung des gesamten Spielemarkts fällt weniger positiv aus. Die Ausgaben für Hardware sind im Jahresvergleich um 62 Prozent gesunken. Gegenüber ihrem Einführungsmonat ist der Absatz der Switch 2 ebenfalls um 62 Prozent zurückgegangen. Die PS5 hat ihren Abwärtstrend fortgesetzt und 43 Prozent weniger Einheiten verkauft.
Microsoft hat zwar Boden gutgemacht, liegt mit seinen Konsolen aber weiterhin auf dem dritten Platz. Nach Schätzungen des Nutzers Welfare im Install-Base-Forum sind im Juni 348.000 Switch-2-Konsolen, 169.000 PS5-Systeme und 123.000 Xbox-Series-X|S-Konsolen verkauft worden.




















