Xbox-Accounts mit digitalen Spielen bleiben gesperrt: Microsoft könnte Vorgehen ändern

Streamer Joshua Khane hat darauf aufmerksam gemacht, dass zahlreiche Spieler weiterhin keinen Zugriff auf ihre Xbox-Konten haben. Microsoft hat ihm den Zugang zu seinen digitalen Spielen und Inhalten wiederhergestellt, andere Betroffene hatten jedoch weniger Erfolg. Ein neuer Artikel von Windows Central verdeutlicht das Ausmaß des Problems. Das Unternehmen erwägt nun offenbar, den umständlichen Wiederherstellungsprozess zu überarbeiten.
Konten bleiben mitunter dauerhaft gesperrt
Microsoft sperrt Anmeldungen, sobald verdächtige Aktivitäten erkannt werden. Dies ist grundsätzlich eine nachvollziehbare Reaktion auf einen möglichen Hackerangriff, kann Käufer jedoch dauerhaft vom Zugriff auf ihre erworbenen Inhalte ausschließen. Trotz mehrerer Überprüfungsmöglichkeiten können Support-Mitarbeiter mitunter nicht bestätigen, dass ein Kunde der ursprüngliche Kontoinhaber ist. In einigen Fällen empfiehlt der Xbox-Support stattdessen die Einrichtung eines neuen Kontos.
Jez Corden hat den Fall eines Spielers dokumentiert, der seit mehr als drei Jahren keinen Zugriff auf seine digitalen Spiele hat. Der Insider führt einen großen Teil der Probleme auf mangelnde Finanzierung und unzureichende Schulungen zurück. Als weiteren Faktor nennt er, dass Sicherheitsfälle wie bei PlayStation häufig von Mitarbeitern in Ländern bearbeitet werden, in denen Englisch nicht die vorherrschende Sprache ist.
Kritiker werfen auch CEO Satya Nadella vor, zu stark auf KI zu setzen. Microsoft nutzt inzwischen maschinelles Lernen, um OneDrive-Dateien auf Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen zu prüfen. Nutzer befürchten, dass das System legitime Videos oder Fotos fälschlicherweise als Raubkopien oder anderweitige Regelverstöße einstuft.
Die Schwächen bei der Kontowiederherstellung rücken angesichts wachsender Bedenken über digitale Eigentumsrechte stärker in den Fokus. Sonys Entscheidung, sich 2028 von physischen Spielen abzuwenden, spiegelt einen allgemeinen Branchentrend wider. Mit der zunehmenden Beliebtheit des Xbox Store und PlayStation Store kann ein gehacktes Konto dazu führen, dass Käufer den Zugriff auf Inhalte im Wert von mehreren tausend Euro verlieren.
Hoffnung auf Besserung
Da Xbox-Konten mit OneDrive, Outlook und weiteren Diensten verknüpft sind, hat eine Zugangssperre noch schwerwiegendere Folgen. Ein brasilianischer Spieler hat Microsoft wegen eines solchen Falls erfolgreich verklagt. Das Unternehmen dürfte weitere Klagen vermeiden wollen. Laut Corden "prüft Microsoft derzeit den Ablauf seines Support-Prozesses", einen Zeitplan für Verbesserungen gibt es jedoch nicht.
Microsoft hat einige betroffene Kunden vorerst dazu aufgefordert, über soziale Netzwerke Kontakt aufzunehmen. Ohne grundlegende Änderungen am System dürfte dieser Ansatz jedoch kaum spürbare Verbesserungen bringen.











