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Schwache PS5-Disc-Verkäufe zeigen: Nörgler kaufen offenbar keine physischen Spiele

Eine Sammlung von physischen PS5-Spielen
ⓘ Nargos Store, Canva AI
Eine Sammlung von physischen PS5-Spielen
Neue Verkaufszahlen dürften Sony nicht dazu bewegen, die geplante Reduzierung der PS5-Disc-Produktion im Jahr 2028 zu überdenken. Auch Daten aus der Zeit nach der Ankündigung zeigen, dass Käufer in den USA nicht verstärkt zu physischen Spielen greifen. Gegner der Entscheidung wollen PlayStations Marketingaktivitäten stören, bis das Unternehmen seinen Kurs ändert.

Gegner von Sonys Entscheidung, künftig weniger PS5-Discs zu produzieren, verweisen auf eine weiterhin vorhandene Nachfrage nach Spielen auf Blu-ray. Neue US-Handelsdaten von Circana könnten PlayStations Wechsel zu digitalen Verkäufen jedoch stützen. Analyst Mat Piscatella hat bekannt gegeben, dass sich 2026 bislang nur sieben physische PS5-Spiele jeweils mehr als 100.000 Mal verkauft haben.

Nach Sonys umstrittener Ankündigung vom 1. Juli hat Piscatella auch aktuellere Zahlen veröffentlicht. In der am 11. Juli endenden Woche haben lediglich zwei auf PS5-Disc erhältliche Neuerscheinungen mehr als 10.000 Exemplare verkauft.

Digitalverkäufe dominieren nicht überall so stark

Zu berücksichtigen ist, dass der PlayStation Store in den USA besonders stark genutzt wird. In Europa, Südamerika und Japan kaufen viele Kunden weiterhin im stationären Handel ein. In einigen Ländern schränkt zudem der fehlende Zugang zu schnellen Breitbandverbindungen die Attraktivität digitaler Spiele ein.

Verkaufszahlen von phyischen Spielen
ⓘ screenshot, Mat Piscatella@Bluesky
Verkaufszahlen von phyischen Spielen

Die Circana-Daten bilden möglicherweise nicht den weltweiten Markt ab, doch auch andere Statistiken sind für Sammler physischer Spiele ernüchternd. Laut Sony sind im vergangenen Geschäftsjahr rund 78 Prozent der Softwareverkäufe auf digitale Käufe entfallen. Im vierten Quartal ist dieser Anteil sogar auf 85 Prozent gestiegen.

Anhaltende Proteste

Welchen Einfluss die Proteste auf den Umsatz mit PlayStation-Konsolen und Spielen haben, lässt sich kaum beurteilen. Nutzer überziehen die Social-Media-Konten des Unternehmens mit Kritik und erschweren dadurch die Werbung für Neuerscheinungen. Bislang scheint Sony dennoch entschlossen, den Rückzug von physischen Spielen fortzusetzen.

Verbraucherschützer befürchten, dass der Übergang zu digitalen Spielen den Wettbewerb verringert und zu höheren Preisen führt. Untersuchungen zeigen, dass Disc-Versionen von PS5-Spielen nach der Veröffentlichung früher und stärker reduziert werden. Selbst Vorbestellungen von GTA 6 sind in Ländern wie Frankreich bereits im Angebot gewesen, während der Preis im PlayStation Store unverändert geblieben ist.

Falls die Proteste Wirkung zeigen, könnten die Gesamtverkäufe zurückgehen. Viele Käufer geben an, überwiegend den PlayStation Store zu nutzen, möchten die Disc-Option der PS5 aber dennoch erhalten. Insider wie Moore's Law Is Dead setzen sich für eine Fortsetzung der Blu-Ray-Produktion ein, zumindest zur Unterstützung teurer Collector's Editions. Vorerst könnten einige Fans ihr Spielebudget stattdessen bei der Konkurrenz ausgeben.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Schwache PS5-Disc-Verkäufe zeigen: Nörgler kaufen offenbar keine physischen Spiele
Autor: Adam Corsetti, 21.07.2026 (Update: 21.07.2026)