Civilization zu simpel? Komplexe 4X-Strategie im antiken Rom für rund 5 Euro auf Steam

Auf den ersten Blick erscheint Aggressors: Ancient Rome wie ein recht generischer Civilization-Klon. Spieler übernehmen die Führung über eine mediterrane Großmacht der Antike – etwa Rom, Karthago oder Persien – und machen sich daran, Runde für Runde Schlachten zu schlagen, Städte zu errichten und ihr Reich zu erweitern. Unter der eher unspektakulären Haube verbirgt sich jedoch deutlich mehr, als man zunächst vermuten würde.
Das 4X-Strategiespiel von Kubat Software kann nämlich mit einer strategischen Tiefe aufwarten, die Genre-Fans sonst eher von Spielen wie Crusader Kings III kennen. Statt sich ausschließlich auf Expansion und militärische Eroberungen zu konzentrieren, müssen Spieler nahezu jeden Bereich ihres Reiches im Blick behalten. Bevölkerung, Versorgung, Loyalität, Handel, Diplomatie und Forschung greifen eng ineinander und beeinflussen sich gegenseitig. Selbst erfolgreiche Feldzüge können langfristig zum Problem werden, wenn Nachschubwege zusammenbrechen, die Wirtschaft ins Stocken gerät oder eroberte Provinzen rebellieren.
Ein Beispiel: Neue Soldaten entstehen nicht einfach aus dem Nichts, sondern werden direkt aus der Bevölkerung der eigenen Städte rekrutiert. Eine große Armee erhöht zwar die Chancen auf dem Schlachtfeld, kostet das Reich aber wertvolle Arbeitskräfte und bremst die wirtschaftliche Entwicklung. Ist der Krieg gewonnen, kann genau dieser Ressourcenmangel zum Problem werden, wenn bereits der nächste Nachbar seine Truppen mobilisiert.


GameWatcher testete Aggressors: Ancient Rome zum Release im August 2018 und lobte vor allem die hohe strategische Tiefe, die komplexe Staatssimulation und die anspruchsvolle Kriegsführung. Schlachten werden zwar automatisch berechnet, ihr Ausgang hängt jedoch von zahlreichen Faktoren wie Gelände, Versorgung, Erfahrung und Moral ab. Mit der hohen Komplexität geht allerdings auch eine happige Einstiegshürde einher: Die Vielzahl an Spielsystemen kann neue Spieler schnell überfordern und verlangt mehrere Stunden Einarbeitungszeit. Zudem kritisierten die Tester die eher zweckmäßige Grafik und die fehlende UI-Skalierung, die vor allem auf großen Monitoren zum Problem werden kann. Am Ende vergab GameWatcher eine gute Wertung von 8 von 10 Punkten.
Das Urteil der Steam-Community fällt ähnlich aus: 82 Prozent von über 280 Nutzerbewertungen empfehlen das Strategiespiel weiter. Metacritic listet einen Metascore von 76 und einen User Score von 8.0.
82 Prozent Rabatt auf Steam
Aggressors: Ancient Rome kostet auf Steam normalerweise knapp 29 Euro. Ein Rabatt von 82 Prozent reduziert den Preis jedoch noch bis zum 26. Juli auf 5,21 Euro. Laut SteamDB entspricht das dem bisherigen Bestpreisniveau, das zuletzt im Summer Sale erreicht wurde. Günstiger war der Titel bislang nicht erhältlich. Auf dem Steam Deck (erhältlich auf Amazon für XYZ) ist Aggressors: Ancient Rome allerdings als „Nicht unterstützt“ eingestuft.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.











